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Corona: So verlief der Schulstart am St. Joseph-Gymnasium Rheinbach

Unterricht mit Mundschutz : So verlief der Schulstart am St. Joseph-Gymnasium in Rheinbach

Die weiterführenden Schulen im linksrheinischen Gebiet bereiten sich auf einen erneuten Unterrichtsstart in der Corona-Krise vor. Unter ihnen ist auch das St. Joseph-Gymnasium Rheinbach.

Einbahnstraßenschilder stehen auf den Schulfluren, richtungsweisende Pfeile kleben auf den Böden, und auch die Desinfektionsstationen standen vor den landesweiten Schulschließungen Mitte März noch nicht in der Fülle bereit. Ab diesem Donnerstag beginnt an den weiterführenden Schulen in NRW die langsame Rückkehr in den Unterrichtsbetrieb – den Anfang machen die Abschlussklassen. Wie am St. Joseph-Gymnasium Rheinbach (SJG) trafen Haupt-, Real-, Gesamtschulen, Berufskollegs und Gymnasien in der Region am Mittwoch letzte Vorkehrungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in der Corona-Krise.

Rund 130 Abiturienten sind die ersten Schüler, die wieder in die Gebäude am Rheinbacher Stadtpark dürfen. „Es sind zehn Leistungskurse, die wir auf zwei Gebäude und mehrere Stockwerke verteilen“, erklärt Berit Keiser, Lehrerin für Deutsch und Evangelische Religion sowie Pressesprecherin am SJG. Die vier Stunden Unterricht am Donnerstag sind übrigens in Krisenzeiten ausdrücklich freiwilliger Natur, wie Keiser betont. Das gelte auch für die Lehrkräfte. „Einige Kollegen wollen sich einer möglichen Ansteckungsgefahr nicht aussetzen, da sie Risikofaktoren für sich sehen“, sagt Keiser. Sie werden von Kollegen vertreten.

Viel Arbeit wartete in den vergangenen Tagen auf die SJG-Mitarbeiter, um etwa den Vorgaben in Sachen Abstandswahrungen und Handdesinfektion umzusetzen. „Damit sich die Schüler nicht entgegenkommend begegnen können, haben wir in den Schulgebäuden an vielen Stellen Einbahnstraßen eingerichtet und diese entsprechend markiert“, erläutert Keiser. Für jeden Kurs haben die Lehrer einen Sitzplan erstellt, der den Sicherheitsabständen in den Klassenzimmer Rechnung trägt. Auch Masken soll es in ausreichender Stückzahl geben. Ungewohnt werde sein, wenn durch den Mund-Nasen-Schutz der Sprechende seiner Mimik beraubt sei, findet Keiser.

Überhaupt sei die direkte Ansprache der Schüler eines der Dinge gewesen, die sie in den vergangenen Wochen vermisst habe. „Es fehlt der Austausch: miteinander zu reden und über die Themen des Unterrichts zu diskutieren.“ Solche Debatten kämen bei Videotelefonaten und E-Mails nicht zum Tragen.