Kommentar Der Wille der Eltern

RHEINBACH · Die Eltern haben entschieden und sind dem Weg gefolgt, den der Stadtrat geebnet hatte: Rheinbach bekommt eine Gesamtschule. Entwickelt sie sich zum Erfolgsmodell wie die Gesamtschule in Bornheim, werden auch viele Kritiker den Politikern Weitsicht bescheinigen.

Der jetzt eingeschlagene Weg ist auch deshalb möglich, weil die Bezirksregierung die Gründungshürden absenkte. So gelang mit Anmeldungen aus Alfter der Sprung über die 100er-Marke.

Damit sind die Konturen der Rheinbacher Schullandschaft gezeichnet: Drei Gymnasien, eine Gesamtschule, die perspektivlose Hauptschule läuft aus, ebenso die funktionierende Realschule, was viele Rheinbacher bedauern. Doch Real- und Gesamtschule hätten nebeneinander nicht existieren können, was sich im Ratsbeschluss niederschlug. Mittelfristig wird sich auch die Frage stellen, ob drei Gymnasien neben einer Gesamtschule überleben können.

Heute endet eine zum Teil erbittert geführte Debatte. Die Härte war wegen der überragenden Bedeutung des Themas zu erwarten. Denn es ging nicht um die Ansiedlung einer Firma, die Schrauben oder Gummibärchen herstellt, sondern um die Ausbildung der Kinder.

Anlass zur Sorge gibt die geringe Anmeldezahl aus Alfter. Mit einem Dutzend Schüler pro Jahrgang lässt sich dort wohl keine Dependance rechtfertigen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort