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Premiere: Die Stadt baut am Bahnhof in Rheinbach die erste Mobilstation

Premiere : Die Stadt baut am Bahnhof in Rheinbach die erste Mobilstation

Für 1,5 Millionen Euro bekommt der Haltepunkt in Rheinbach 72 neue Parkplätze und 136 überdachte Fahrradstellpätze. Eine Premiere.

Premiere in Rheinbach: Der Bahnhof der Glasstadt wird ab Herbst zur ersten von insgesamt 21 geplanten Mobilstationen im Linksrheinischen umgestaltet. Für rund 1,5 Millionen Euro entstehen auf dem 2500 Quadratmeter großen brachliegenden ehemaligen Bahnbetriebsgelände nördlich des Bahnhofs eine Park-and-Ride-Anlage mit 72 Stellplätzen, inklusive vier Stellplätzen für mobilitätseingeschränkte Personen, 136 überdachte Fahrradständer sowie neun Fahrradboxen mit einem elektronischen Buchungs- und Schließsystem.

Gefördert wird der Umbau vom Nahverkehr Rheinland (NVR) und der Bezirksregierung. Einen ersten Förderbescheid über 609.300 Euro überreichten am Mittwoch Landrat Sebastian Schuster, zugleich stellvertretender NVR-Verbandsvorsteher, und NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober an Bürgermeister Stefan Raetz. Die Stadt Rheinbach muss 558.000 Euro in die Mobilstation investieren. Eine Kommunikationsfläche mit Bänken und Getränkeautomat samt Werbung für die Apfelroute ist bei der Umgestaltung ebenso vorgesehen wie zwei Mobilisationsstelen und Gepäckschließfächer. Integriert in den Bau der Mobilstation wird gleichzeitig der Ausbau der Keramikerstraße. Dort werden die beiden Bushaltestellen auf beiden Straßenseiten barrierefrei neugebaut, zudem sind ein Zweirichtungsfahrradweg und ein Fußgängerweg vorgesehen.

Gute Anbindung an ÖPNV ist wichtig

„Mit der neuen P&R-Anlage wird das wilde Parken endlich ein Ende haben. Gleichzeitig wird mit der Mobilstation eine weitere Maßnahme unseres integrierten Handlungskonzeptes Masterplan Innenstadt und damit ein Baustein des Projekts zukunftsweisende Verkehrsinfrastruktur umgesetzt“, freute sich Raetz. Schuster ist im Linksrheinischen eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr ausgesprochen wichtig. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um uns in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz den Herausforderungen von heute und morgen zu stellen.“

Für Reinkober ist der Umbau in Rheinbach als Pilotprojekt ein Paradebeispiel für eine gelungene Kombination im Sinne von vernetzten Mobiliätsangeboten. „Uns ist es wichtig, dass alle Menschen – ob mit Handicap oder nicht – Bus und Bahn möglichst einfach und bequem nutzen können. Der Nahverkehr wird für die Pendler der S23 noch einmal attraktiver.“ Gerade Abstellplätze für Fahrräder werden immer wichtiger. So verzeichne der Radverkehr – besonders bei den E-Bikes – eine jährliche Zuwachsrate von 50 Prozent. Im Rheinland fördert der NVR den Ausbau von insgesamt 460 Mobilstationen.