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Hunde zeigen Geschicklichkeit: Eingespielte Teams beim Agility-Turnier in Sechtem

Hunde zeigen Geschicklichkeit : Eingespielte Teams beim Agility-Turnier in Sechtem

Hier zeigten Hunde Geschicklichkeit und Sportgeist: Beim Agility-Turnier des Vereins für Gebrauchshunde Sechtem und Umgebung meisterten Border Collies, Australian Shepherds und Co. vielfältige Herausforderungen.

Ganz schön sportlich: Slalom laufen, über eine Wippe balancieren, eine Schrägwand bewältigen, durch mehrere Tunnel kriechen und über einige Hürden springen – die schnellen Vierbeiner, die am Wochenende beim Agility-Turnier des Vereins für Gebrauchshunde Sechtem und Umgebung (VfG) teilnahmen, hatten vielfältige und spannende Aufgaben zu meistern. Es war das zweite Turnier dieser Art, das in Zeiten von Corona auf dem Areal an der Erfurter Straße über die Bühne ging. Mit den allgemeinen Lockerungen gab Anfang Juli auch der Deutsche Verband der Gebrauchshundsportvereine (DVG) sein Okay zur Durchführung von Turnieren. Rund 200 Gebrauchshundevereine bundesweit veranstalten in der Regel 400 bis 500 Turniere pro Jahr, wegen der Pandemie konnten Fiffi und Co. seit März nur an insgesamt fünf Tagen zeigen, was sie können.

„Viele Vereine scheuen sich zurzeit, Genehmigungen zu erteilen. Wir haben es schon Anfang Juli gewagt. Dadurch, dass wir unser Turnier auf zwei Tage aufteilen – die Regelung haben wir seit drei Jahren, um als Verein auch Geld zu verdienen – hatten wir auch eine Entzerrung der Teilnehmerzahlen. Das passte besonders gut zu Corona“, erklärte Vereinschef Peter Braun.

Vom VfG organisiert

Das Geschicklichkeits-Turnier organisiert der VfG zwei bis drei Mal im Jahr. Am Samstag- und Sonntagvormittag starteten die Protagonisten mit der höchsten Qualifikation (A3), nachmittags waren die Klassen von A0 (Anfänger) über A1 bis A2 an der Reihe. Insgesamt 200 Starter kämpften um eine Qualifikation in der jeweiligen Klasse, von Klein bis Groß waren sämtliche Rassen vertreten, besonders häufig Border Collies, Australian Shepherds („Aussis“), deutsche und belgische Schäferhunde sowie Sheltys, da „diese Rassen besonders schnell sind“, erklärte Agilty-Obfrau Saskia Selbach. Sie selbst trat mit ihrer dreijährigen Schäferhündin Jill in der Klasse A1 an und „natürlich hoffe ich auf einen Platz unter den ersten Drei. Dann fehlen uns nur noch zwei weitere Platzierungen, bis sie in die A2 aufsteigen kann“.

Für die Hundefachfrau ist Agility mehr als nur eine Sportart. „Wir werden zu einem eingespielten Team. Das spiegelt sich auch im Alltag wider.“

 Weder sie noch ihre Mitbewerber kannten den aufgestellten Parcours im Vorfeld. Dafür sind die jeweiligen Richter zuständig – so am Wochenende Jennifer und Michael Schilling. „Grundsätzlich legen die Richter allerdings Wert auf eine gesunde Lauflinie für den Hund. Das ist wichtig, da es sonst belastend für die Knochen ist“, erzählte Selbach.

Weitere Tuniere bis Ende des Jahres

Unaufgeregt schnupperte „Aussi“ Ronja an den vorbeilaufenden Konkurrenten. Ihre Besitzerin Erika Schröder aus Bad Honnef wirkte völlig entspannt. Sieg und Punkte sind ihr nicht so wichtig, denn „wir sind hier just for fun.“ Dirk Schröder ist das Turnier wichtiger. Sein zweieinhalbjähjriger Shelty Lee startete in A2. Für Schröder kommt nur eine Platzierung in Frage. „Bis Anfang des kommenden Jahres hoffe ich auf die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Ich möchte mit dem Hund schon erfolgreich sein.“

Für den VfG ist nach dem Turnier immer auch vor dem Turnier. Bis Ende des Jahres werden noch vier bis fünf weitere Turniere beziehungsweise eine Begleithundeprüfung angeboten.