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Voreifelbahn RB23: Eröffnung des Bahnhaltepunkts "Rheinbach Römerkanal"

Voreifelbahn RB23 : Eröffnung des Bahnhaltepunkts "Rheinbach Römerkanal"

Der Zug der Linie RB23 aus Richtung Bonn hielt am am Montag pünktlich um 14.39 Uhr am neuen Bahnhaltepunkt "Rheinbach Römerkanal", die ersten Fahrgäste stiegen aus und ein. Bereits in der Nacht zuvor hatten mit dem Fahrplanwechsel die ersten Züge den neuen Haltepunkt angefahren.

Am Montag dann folgte die offizielle Eröffnung mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes durch Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz, Rhein-Sieg-Landrat Frithjof Kühn, Bernhard Christ, Leiter des Bahnhofsmanagements Bonn, und Norbert Reinkober, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS).

Bürgermeister Raetz begrüßte zur Eröffnung unter anderem Vertreter von Rat, Parteien, Verwaltung, benachbarter Gewerbebetriebe, beteiligter Firmen, Bahn und Fahrgastverband Pro Bahn. "Mit der Eröffnung dieses weiteren Bahnhaltepunktes machen wir uns fit für die Zukunft", sagte Raetz. Vor ziemlich genau einem Jahr war mit dem symbolischen ersten Spatenstich die Realisierung des Projektes gestartet.

Angebunden ist der neue Haltepunkt seit September über den neuen Kreisverkehr Meckenheimer Straße (L 158). Kurz danach wurde das Teilstück der Namen gebenden historischen römischen Wasserleitung aufgestellt. Ab dem nächsten Jahr soll der Haltepunkt für Rad- und Fußverkehr auch von der Straße "Am neuen Wasserwerk" erreichbar sein, wie Bernhard Christ ankündigte. Wenn 2014 der zweigleisige Ausbau erfolgt und die weiteren zusätzlichen Haltepunkte Alfter-Impekoven und Endenich-Nord fertig sei, erhalte die Strecke "fast S-Bahn-Charakter", so Norbert Reinkober.

Wie berichtet, erweitern neue Spätfahrten das Angebot montags bis freitags - ab Bad Münstereifel bis nach 21 Uhr, ab Euskirchen bis nach 23 Uhr. Ab Bonn fahren Züge bis nach 0 Uhr, an Wochenenden bis nach 1 Uhr. Auch neue Züge sollen sukzessive zum Einsatz kommen.

Die neuen leistungsstarken und abgasarmen Züge sollen nach einer Probephase im Laufe des ersten Halbjahres 2014 im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden. Dafür sind die 170 Meter langen barrierefreien Bahnsteige schon ausgelegt. Dass auf die nächsten 20 Jahre 1,5 Milliarden Euro investiert werden, sei klar darin begründet, dass "wir eine Wachstumsregion sind", wie Reinkober sagte. Landrat Kühn nannte den Haltepunkt erfreulich für Berufspendler, aber auch für den Gewerbe- und Wohnstandort.

Mit dem neuen Haltepunkt und neuem Kreisel können zugleich neue Gewerbeflächen von insgesamt 3,17 Hektar erschlossen werden, so Raetz. Durch die Unterführung für Radfahrer und Fußgänger wird auch das Gewerbegebiet Nord II angebunden. Kreisel, Zubringer-Straße, der 1330 Meter-Kanal, die zunächst 100 Park & Ride-Stellplätze und Fahrrad-Anlehnbügel gehörten zum Aufgabenbereich der Stadt Rheinbach mit laut Raetz rund 1,94 Millionen Euro Kosten, co-finanziert vom Nahverkehr Rheinland.

Am Montag machten auch Gewerbetreibende der Straße Römerkanal auf ihre Situation aufmerksam, nachdem eine bahneigene Fläche, die bisher für 28 Parkplätze genutzt wurde, einem Entwässerungsgraben zum Opfer gefallen ist (GA berichtete). Raetz erklärte, eine Lösung sei in Arbeit.