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Freizeitspaß für Familien: Erste digitale Rallye zur Rheinbacher Geschichte

Freizeitspaß für Familien : Erste digitale Rallye zur Rheinbacher Geschichte

Heimatverein und Stadtarchiv entwickelten gemeinsam eine Schnitzeljagd. Dabei führt eine Handy-App zu 13 historisch spannenden Orten in Rheinbach. Birgit Preywisch-Schrick hat sie mit Anton (neun Jahre) und Oskar (zehn Jahre) für den GA getestet.

Die Flutkatastrophe ist auch knapp drei Wochen nach dem 14./15 Juli das vorherrschende Thema in der Voreifel. Wer ein wenig Ablenkung für seine Kinder sucht oder einfach einmal wieder etwas Schönes mit ihnen unternehmen will, kann in Rheinbach auf Geschichtsrallye gehen. Birgit Preywisch-Schrick, ihr Sohn Oskar (10) und dessen Freund Anton (9) haben die digitale Rallye für den GA getestest.

Die historische Schnitzeljagt ist eine Neuauflage der Rallye, die der Eifel- und Heimatverein für seine Mitglieder 2019 organisiert hat. Die modifizierte Form, die er gemeinsam mit dem Stadtarchiv und seinem Förderverein der Archivfreunde online gestellt hat, ist zielgruppenorientiert und richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen neun und 13 Jahren.

Beim Start der App sind alle Stationen am Handy sichtbar

Sie sollen auf eine spielerische Art die Geschichte ihrer Heimatstadt kennenlernen und „Kontakt zum Archiv aufnehmen. Das ist uns wichtig“, erklärte Stadtarchivar und Mitorganisator Dietmar Pertz. Die erste Berührung mit seiner Einrichtung erhalten die jungen Teilnehmer schon, wenn sie nach dem Downloaden der App „actionbound“ den Startcode an der Tür in der Polligstraße scannen müssen. Als Anton und Oskar den Code scannten, konnten sie sich alle 13 Stationen der Rallye auf dem Handy ansehen.

Hier und da kann man auch ohne großes Vorwissen eine der Fragen beantworten, wenn die Infos eingangs erklärt wurden – 100 Punkte gibt es dafür. Fragen wie nach den Tieren an der Wasserpumpe auf dem Platz am Bürgerhaus oder nach dem Namen des jüdischen Ehepaares in der Kriegerstraße sind schon kniffliger.

Nach dem ersten Testlauf kam mehr Action dazu

Oskar kennt einen großen Teil der Fragen schon, fungierte er doch als Tester. „Ursprünglich war zu wenig Action dabei“, erzählt der Zehnjährige über den ersten Durchlauf. Kritikpunkte, die die Organisatoren der zweieinhalb Kilometer langen Strecke dankbar aufnahmen. Zu den Aktivitäten gehören nun kreative Fotoaufnahmen, Videosdrehen und ein Lied singen.

Rund ein halbes Jahr haben die Verantwortlichen in das Projekt gesteckt. Vier Einspielfilme wurden gefertigt, Fotos samt Fragen und Antworten in die App eingestellt.

Konzipiert wurde die Aktion für mehr als einen Spieler, auf der ersten Seite werden die Teilnehmer nach dem eigenen und anderen Spieler- sowie Teamnamen gefragt. „Es ist ein Gruppenangebot, denn die Stationen zu mehreren abzulaufen, macht einfach mehr Spaß“, sagte Pertz. Er setzt auf die Motivation der Kinder und Jugendlichen durch Eltern, Vereine und Jugendgruppen.

Dadurch, dass der Streckenradius auf die Kernstadt begrenzt ist, können Kinder auch alleine losziehen. Ihre Ergebnisse schicken sie ans Archiv, auch wenn keine Preise vergeben werden. „Da können ja die Eltern einen Preis aussetzen“, schlug der Stadtarchivar vor. Er, die Archivfreunde und die Jugendabteilung des Eifel- und Heimatvereins hoffen auf rege Resonanz. Die Rallye bleibt auch nach den Sommerferien hinaus online geschaltet.

Die App „actionbound“ wird unter https://de.actionbound.com heruntergeladen. Zum Starten scannt man mit der App den Code an der Tür des Stadtarchivs, Polligstraße 1. Download und spielen sind kostenlos.