Migration in Rheinbach FDP beantragt Beirat zur Integration

RHEINBACH · Die FDP in Rheinbach hat einen Integrationsbeirat beantragt. Dieser solle in erster Linie die Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund fördern und eine "Scharnierfunktion" zwischen den Bürgern und der Stadtverwaltung erfüllen. Den Mitgliedern des Beirates käme eine Art Mittlerrolle zu.

Zum Hintergrund: Laut einer Mitteilung der FDP haben etwa fünf Prozent der Rheinbacher Bevölkerung keinen deutschen Pass (Stand: 2012). Die Zahl der Bürger mit Migrationshintergrund ist wesentlich höher. "Viele unserer Nachbarn mit Migrationshintergrund haben die wichtigsten Schritte zur Integration mit dem Erwerb ausreichender Sprachkenntnisse und einer gesicherten Existenz schon hinter sich.

Andere bedürfen jedoch noch der Unterstützung und werden, wo immer möglich, durch unsere Verwaltung und ehrenamtliche Initiativen unterstützt", erläutert Manfred Greuel, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Generationen, Integration und Soziales der Stadt, zum Antrag. Der Integrationsbeirat solle diese Unterstützung durch seine Mittlerrolle verstärken.

Konkret bedeutet dies, dass Vertreter der einzelnen Volksgruppen im Beirat zum einen als Ansprechpartner und Sprachrohr fungieren sollen, zum anderen aber auch auf Bitte der Verwaltung bei Problemen als Mittler zu ihrer Bevölkerungsgruppe auftreten. Es würden so beide wichtigen Aspekte der Integration, das "Fördern" und das "Fordern", unterstützt und eine Brücke zwischen Einwohnern mit und ohne Migrationshintergrund geschlagen, heißt es in der Mitteilung der Rheinbacher Liberalen.

Die drei größten Bevölkerungsgruppen ohne deutsche Staatsbürgerschaft kommen laut FDP aus der Türkei, Polen und dem russischen Sprachraum.