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Feuer in Rheinbach: Brand im Munitionslager

Bundeswehrgelände in Euskirchen : Brennender Kraftstofftank sorgte für Großbrand im Munitionslager

Im Munitionslager Rheinbach der Bundeswehr in Euskirchen hat ein Kraftstofftank am Dienstag für einen Großbrand gesorgt. Über dem Gelände breitete sich eine riesige Rauchwolke aus, die auch noch von Weitem zu sehen war.

Die Rauchsäule über dem Rheinbacher Wald war kilometerweit zu sehen. Im Munitionslager der Bundeswehr bei Gut Waldau, auf dem Gebiet der Stadt Euskirchen, ist am Dienstag gegen 15.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Beim Betanken eines 950-Liter-Tanks geriet ein mit Dieselkraftstoff beladener Lastzug in Brand. Menschen wurden nicht verletzt. Die Munitionslager auf dem Gelände waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, sagte ein Sprecher der Bundeswehr.

Die Rauchwolke zog in Richtung Osten. Für die Rheinbacher Bevölkerung habe aber keine Gefahr bestanden, sagte die Rheinbacher Feuerwehrsprecherin Katarina Knoch. Dies hätten Messungen des Messwagens des Rhein-Sieg-Kreises ergeben. Mehrere Explosionen und lautes Knallen waren zu hören.

Die Feuerwehren aus Rheinbach und Euskirchen waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Insgesamt 150 Männer und Frauen bekämpften das Feuer mit Wasser und Schaum. Gegen 18 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die Feuerwehr richtete sich aber auf lange Nachlöscharbeiten ein. Zur Ursache des Feuers konnte der Bundeswehrsprecher nichts sagen. Das würden die Ermittlungen der Polizei ergeben.

Wie Einsatzkräfte berichteten, hatte es am Nachmittag auf dem Gelände des Munitionslagers mehrere Explosionen gegeben. Über dem Munitionsdepot war ab 15.30 Uhr eine große Rauchsäule zu sehen, die erst nach etwa zwei Stunden abbrach. In der Zwischenzeit waren immer neue Schwaden des tiefschwarzen Rauchs aufgestiegen und in Richtung Rheinbach gezogen.

Unter Leitung der Einsatzkräfte aus Euskirchen arbeiten mehrere Wehrteams auf dem Gelände, die am Nachmittag vielfach mit Atemschutzmasken ausgestattet gegen den Brand ankämpften. Die Ringsheimer Allee wurde im Bereich des Munitionslagers weiträumig abgesperrt.

Wie Horst Poppels, Leiter des Munitionslagers Rheinbach, am Abend sagte, war die Ursache für den Brand eine sogenannte „Tankbombe“, ein 950 Liter fassender unterirdischer Kraftstofftank, der von einer Fremdfirma befüllt werden sollte. Aus bislang ungeklärter Ursache ist es bei diesem Vorgang zum Ausbruch des Brandes gekommen. Neben dem Kraftstofftank fingen auch der Tanklaster sowie ein weiteres Fahrzeug der Firma Feuer. 

Wie Poppels mitteilte, war der abgetrennte Sicherheitsbereich, in dem die Bundeswehr ihre Munition lagert, zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Explosionsgeräusche, die am Nachmittag vom Gelände zu hören waren, könnten zum Beispiel von den geplatzten Fahrzeugreifen herrühren, spekulierte der Leiter des Munitionslagers.

Aufgrund der akuten Gefahrenlage erschienen auch der Rheinbacher Bürgermeister Ludger Banken und Dezernentin Daniela Hoffmann am Nachmittag am Gelände des Munitionslagers, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.