Musik in Rheinbach : Fidelia Wormersbach spielt mit 2G und Tests für Musiker

Das diesjährige Jahreskonzert der Fidelia Wormersdorf spielte unter dem Titel „Joy of Music“. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder drinnen und mit einem rigorosen 2G-Modell und Testkonzept.

Das Jahresabschluss-Konzert des sinfonischen Blasorchesters der Musikfreunde Fidelia Wormersdorf stand in diesem Jahr unter dem Thema „Joy of Music“.

Das erste Indoor-Konzert seit Beginn der Pandemie

Mit fast 50 Musizierenden präsentierte das Orchester damit das Ergebnis seiner Teilnahme am bundesweiten Förderprogramm „Komm – h(o)er und spiel mit“ im Rahmen von Neustart Kultur. Nach dem Open-Air-Benefiz-Konzert mit zwei weiteren Ensembles in Meckenheim und einem Mitmach-Konzert im Freizeitpark war dies das erste Indoor-Konzert, das unter der 2G-Regel und mit zusätzlichen Tests für die Orchestermitglieder stattfand.

Bewusst hatte Dirigent Stefan Klein ein Programm zusammengestellt, das den Zuhörenden ebenso wie den Musizierenden „Freude an der Musik“ brachte, mit bekannten Melodien etwa von Ennio Morricone, Astor Piazzolla und ABBA, aber auch Beethoven. Mit der „Fanfare“ von Satoshi Yagisawa setzte das Orchester schon gleich zum Auftakt furiose Akzente seines Könnens. Mit „Beethoven’s Greeting“, in dem Philip Sparke Beethovens eigenen Kanon „Freu dich des Lebens“ aufnimmt, reichte die Fidelia „ihren Beitrag zum Beethoven-Jubiläum nach“, so Dirigent Klein. Mit Jacob de Haans „Kraftwerk“ zog das Orchester gezielt die Verbindung zur Flutkatastrophe vom 14./15. Juli dieses Jahres.

Am Ende gibt es eine Überraschung für einen Flutbetroffenen

Denn das Stück setze beide Wort-Elemente musikalisch um, so Dirigent Klein: Kraft und Werk, im Sinne von Kraft und Zerstörung der Natur, unterstrichen durch Sirenen als Warnung vor drohender Gefahr. Aber auch im Sinne von Werk in der Schönheit der Natur und der Hoffnung, umgesetzt durch den Chorgesang des Orchesters selbst. Für einen jungen Musiker im Publikum setzten die Musikfreunde der Fidelia Wormersdorf selbst ein Zeichen der Hoffnung: der Junge hatte in der Flut im Ahrtal sein Flügelhorn verloren. Die Musikfreunde schenkten ihm auf der Bühne des Stadttheaters ein neues Flügelhorn, das sich „im Instrumentenkeller“ der Fidelia gefunden hatte.