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Gebete zum „ewigen Road Captain Jesus Christus“: Freie evangelische Gemeinde hält Biker-Gottesdienst

Gebete zum „ewigen Road Captain Jesus Christus“ : Freie evangelische Gemeinde hält Biker-Gottesdienst

Mit ihren Maschinen waren die „Sons of God“ und die „Holy Riders“ aus der gesamten Region zur Freien evangelischen Gemeinde (FeG) nach Rheinbach angereist – um einen Gottesdienst zu feiern, zu singen und zu beten.

Sie sind Kutten tragende Biker und sie sind Christen, die ihren Glauben leben und sich auf ihren Kutten auch öffentlich dazu bekennen. Mit ihren Maschinen waren die „Sons of God“ und die „Holy Riders“ aus der gesamten Region von Kleve bis Koblenz, von Solingen bis Homburg/Saar zur Freien evangelischen Gemeinde (FeG) nach Rheinbach angereist.

Das Ziel: die Feier des ersten Biker-Gottesdienstes, zu dem der „Männerkreis Josua 1,8“ der FeG unter der Leitfrage „Unterwegs, aber wohin?“ eingeladen hatte. Klaus Haubold, Pastor der FeG Rheinbach, freute sich, dass viele gekommen waren. „Das ist eine Riesenchance, die Menschen zu erreichen“, so der Pastor. „Wir sind gut vernetzt als christliche Biker-Vereine“, sagte Eduard Dück von den „Sons of God“, der mit seiner Honda Magna 750 aus dem Westerwald angereist war und für ein Hilfswerk in Bonn arbeitet. Prediger war der Leiter des Bibelseminars Bonn, Heinrich Derksen. Den Biker-Gottesdienst leitete Biker-Pastor Jörg Fischer von den Holy Riders. Fischer, mit einem halben Bike als Ambo, begann den Gottesdienst mit „einem Applaus für unseren ewigen Road Captain Jesus Christus“ und dankte, dass „Jesus bei uns ist auf jedem Kilometer unseres Lebens“.

In Gedenken an „alle, die ihre letzte Kurve hinter sich haben“, entzündeten die Biker bei der „Memorial Flame“ Fackeln. Musikalisch gestaltete das Gospel-Duo Schulz und Schulz den Biker-Gottesdienst.

Als eines der acht Mitglieder des 2008 gegründeten Männerkreises Josua 1,8 der FeG Rheinbach erläuterte Winfried Hündgen die Motivation, zum ersten Biker-Gottesdienst einzuladen: Seit Beginn der Corona-Krise habe sich der Männerkreis mit der Frage beschäftigt, was es bedeutet „systemrelevant“ zu sein. Dabei sei ihnen aufgefallen, dass die Kirchen und vor allem Gott, den die Kirchen repräsentieren sollen, als nicht systemrelevant eingestuft und geschlossen worden seien. Allerdings müsse „Kirche“ oder die Gemeinschaft der Gläubigen sehr wohl systemrelevant sein. Gerade in existenziellen Situationen vermittele der Glaube Geborgenheit, Trost, Kraft und Zuversicht.