Rheinbacher Römertag Freizeitpark soll eine Arena werden

RHEINBACH · "Ich wor ne stolze Römer, kom met Caesars Legion" - So erinnern die Bläck Fööss in ihrem Hit "Unsere Stammbaum" an die römischen Wurzeln der Kölner im Besonderen und der Rheinländer im Allgemeinen.

 Täuschend echt: Die Gruppe "Milites Bedenses", hier beim Römertag 2012 in Rheinbach, ist auch dieses Mal wieder dabei und zeigt, wie die Legionäre früher lebten.

Täuschend echt: Die Gruppe "Milites Bedenses", hier beim Römertag 2012 in Rheinbach, ist auch dieses Mal wieder dabei und zeigt, wie die Legionäre früher lebten.

Foto: Saxler-Schmidt

Es ist mehr als 2000 Jahre her, dass das Rheinland römisch wurde mit der Eroberung durch Julius Caesars Truppen. Dabei brachten sie ihre Kultur, ihre Lebensart, ihr Ingenieurswissen und ihre Architektur mit - und haben auf vielfältige Weise ihre Spuren hinterlassen.

An das römische Erbe und die kulturelle Blüte erinnert das "Römerjahr 2014" im Rheinland, das wie berichtet anlässlich des 2000. Todesjahrs des römischen Kaisers Augustus, Großneffe von Julius Caesar, mit mehr als 200 Veranstaltungen gefeiert wird. Dazu zählt auch ein großer "Römertag" am Sonntag, 31. August, im Rheinbacher Freizeitpark, zu dem der "Freundeskreis Römerkanal" gemeinsam mit Kooperationspartnern wie der Rhein-Voreifel-Touristik (RVT), dem Naturpark Rheinland und der Kreissparkasse einlädt, die mit 7000 Euro unterstützt.

"Das wird ein ganz toller Tag für die ganze Familie. Es wird ein richtig schönes Spektakel, gerade auch für Kinder zum Ende der Sommerferien", kündigte Bürgermeister Stefan Raetz am Mittwoch bei der Vorstellung des Programms am Teilstück der römischen Wasserleitung an der Pützstraße an. Auch der Vorsitzende des Vereins "Freundeskreis Römerkanal", Lorenz Euskirchen, sprach von einem großen Event, bei dem sich der Freizeitpark in eine "römische Arena" verwandeln werde. So sollen zahlreiche "Dörfer" aufgebaut werden, um Szenen des römischen Lebens zeigen zu können.

Dabei werden zum Beispiel die "Milites Bedenses" das römische Legionärsleben darstellen und erklären. Die Mitglieder dieses Vereins für experimentelle praktische Archäologie verfolgen seit ihrer Gründung 1995 das Ziel, das militärische und zivile Leben in den römischen Provinzen im ersten Jahrhundert nach Christus wiederzugeben. Militärisch machen sie dies anhand einer Legionseinheit, der "Legio XXII. Primigenia", mit originalgetreuer Kleidung erlebbar. Acht Gladiatoren von der Gladiatorenschule "Amor Mortis" werden ihre Kampfkunst zeigen und erklären.

Diese Truppe trete auch im Archäologischen Park des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Xanten auf, so Lorenz Euskirchen. Besonders stolz sei der "Freundeskreis Römerkanal", dass sich auch drei Rheinbacher Schulen mit vier Beiträgen am "Römertag" beteiligen, sagte der stellvertretende Vorsitzende Rolf Greiff. Zum Angebot gehören zudem römisches Kochen und Essen, Ringkämpfe, Reisewagen, Mitmachaktionen und "einfach viel zum Sehen und zum Bestaunen". Der Eintritt ist frei.

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