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Weitere Lockerungen: Gastronomen in der Region dürfen ihre Gäste wieder bewirten

Weitere Lockerungen : Gastronomen in der Region dürfen ihre Gäste wieder bewirten

Die Gastronomen in der Region dürfen dank sinkender Inzidenzzahlen endlich wieder Gäste draußen ohne Test begrüßen. Bei trübem Wetter blieben aber einige Plätze frei, wie unser Besuch in Meckenheim und Rheinbach zeigte. Zudem sind die Innenbereiche für Getestete, Geimpfte und Genesene wieder offen.

Sinkende Inzidenzwerte erlauben immer weitere Öffnungen. Ein wichtiger Schritt für die Gastronomen im Rhein-Sieg-Kreis: Sie dürfen getestete, genesene oder vollständig geimpfte Gäste auch wieder in den Innenräumen bewirten, in der Außengastronomie ist kein Test mehr erforderlich. Am ersten Wochenende mit diesen Lockerungen passte das Wetter zwar weniger zu einem Besuch im Biergarten, Gastwirte und Gäste waren trotzdem glücklich. Auch wenn in Meckenheim und Rheinbach am Samstagnachmittag noch überall freie Tische zu sehen waren, war es für sie ein Schritt in die richtige Richtung.

Besonders erfreut über tatsächlich die ersten Gäste in den Innenräumen war Govan Aziz vom Restaurant „der Genuss“ am Rheinbacher Altstadtplatz. Denn sie hatte den Betrieb mit Karzan Ahmed erst im vergangenen November übernommen – knapp eine Woche vor dem Lockdown. „Wir haben jetzt ganz neu angefangen“, erzählte sie. Bisher hatte es die Gerichte nur außer Haus gegeben. „Die Lieferstammkunden freuen sich, jetzt hier essen zu können“, so Aziz.

Kwdo Noori vom „Mosquito“ deckte derweil noch seine Tische ein. Er war ebenfalls froh, wieder einfacher öffnen zu können, gab aber zu bedenken: „Die ganzen Kontrollen sind nicht einfach für uns.“ Immerhin darf nur rein, wer einen Nachweis hat. Trotzdem meinte er: „Man kann damit leben.“ Nur wird es die mexikanische Küche hier vorerst nicht an allen Tagen geben. Für eine tägliche Öffnung fehlt das Personal, das er in der Schließzeit entlassen musste.

Gegenüber hatte Karin Wüschen ihre Außentische bei „Zur Alten Post“ im Blick. Die Wirtin genoss sichtlich, wieder Gäste zu haben. „Da hätten wir nicht mit gerechnet, dass es so gut ist“, sagte sie. Und lobte ausdrücklich die Mitarbeiter des Ordnungsamt Rheinbach. Die hätten zwar bei ihrer Kontrolle vor der Öffnung die Tischstellung korrigieren lassen, seien aber dabei stets freundlich gewesen.

Christian Franz, Oliver Braun und Manfred Gerrs stießen an einem der Tische an. Seit über einem Jahr waren die drei Freunde nicht mehr zusammen unterwegs. „Man lernt, es mehr wertzuschätzen“, resümierte Braun. Bestellen, Runde geben und reden klappten problemlos.

In Meckenheim war am Samstagnachmittag allerdings etwas weniger los. Vor der Eisdiele Taormina traf sich Carolin Fontaine mit einigen Freunden. Sie hatte bisher jeden Öffnungsschritt genutzt, war schon mehrfach unterwegs. Dass die Testpflicht draußen vorbei ist, begrüßte sie. Aber: „Man macht zur Not auch einen Test.“ Die leeren Plätze erklärte sich Eisdielenmitarbeiter Ignazio Troia auch weniger mit den Corona-Regeln. „Die Leute wollen Sonne und Sommer“, vermutete er.

Dann, das konnte Tobias Selz von der Waldgaststätte am Bahnhof Kottenforst bestätigen, lief es bestens. Am Mittwoch hätten die Besucher bis zu einer Dreiviertelstunde auf einen Tisch warten müssen, erzählte er. Für einige fand sich sogar gar kein Platz. Das Wochenende war dagegen verhalten. Zur Kaffeezeit am Samstag kamen einige Besucher, später waren vereinzelt Tische besetzt.