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Gesamtschule Rheinbach - Elke Dietrich-Rein geht in den Ruhestand​

Elke Dietrich-Rein geht in den Ruhestand : Gründungsschulleiterin der Gesamtschule Rheinbach verabschiedet sich

Nach acht Jahren an der Gesamtschule Rheinbach hat sich jetzt Gründungsschulleiterin Elke Dietrich-Rein in den Ruhestand verabschiedet. Die Tätigkeit sei eine „hochinteressante Herausforderung“ gewesen, sagte sie bei einer Feier in der Stadthalle.

Elke Dietrich-Rein, erste Schulleiterin der 2014 neu gegründeten Gesamtschule Rheinbach, geht nach insgesamt 23 Jahren im Schuldienst und acht Jahren an der Gesamtschule in den Ruhestand. Bei ihrer Verabschiedung in der Stadthalle mit Schülerinnen, Schülern, Kollegium, Wegbegleitern, Familie sowie Vertretern von Stadt und Schulamt wurde vor allem ein großes Maß an Wertschätzung und Warmherzigkeit spürbar. Am Eingang gab es neben dem Programm „Fanartikel“: eigens gefertigte Buttons mit einer unverkennbaren Karikatur der 63-jährigen Schulleiterin zum Mitnehmen und Anstecken. Ein roter Teppich war für Elke Dietrich-Rein ausgelegt, über den sie durch ein Spalier von Schülerinnen und Schülern unter vielfarbigen Rosenbogen in die Stadthalle ging, wo sie von den Gästen mit Standing Ovations empfangen wurde.

Die Schulgemeinschaft hatte eine ebenso unterhaltsame und fröhliche wie wehmütige Verabschiedung vorbereitet, die von den Q1-Schülerinnen Sarah Schlösser, Ina Ziske und Johanna Lucke moderiert wurde. Alle Drei hatten ihren „ersten Auftritt“, wie sie sagten, bei der Gründung der Gesamtschule. Die „Gründungsband“ spielte zum Auftakt die „Hymne der Schule“, den „5er-Song“, dessen variabler Text an das jeweilige Ereignis angepasst wird. In diesem Fall: „Wir sind die alten Fünfer, der Gründungsjahrgang, du warst die Gründungschefin, die Schulleiterin.“

Lob vom Bürgermeister und Respekt von Eltern

Als solche habe Elke Dietrich-Rein die Gesamtschule von Anfang an geprägt und mit ihrer besonderen Wertschätzung und Zugewandtheit zu einer anerkannten Schule in der Region gemacht, sagte Maria Dorn, schulfachliche Dezernentin der Bezirksregierung Köln. Sie dankte ihr für ihre besonders engagierte Arbeit in den acht Jahren, die zweifellos nicht allein wegen der Heraus- und Anforderungen an eine neue Schule, sondern zudem mit Corona-Pandemie, Flutkatastrophe und Geflüchteten nicht einfach gewesen seien.

Rheinbachs Bürgermeister Ludger Banken zeigte sich beeindruckt von dem bunten Querschnitt mit Szenen und Menschen der Gesamtschule, zusammengestellt in einem fröhlichen Videoclip und dem musikalischen Bekenntnis „Wir sind eins“ von „Tommy Preuth and Friends“. Dietrich-Rein sei in ihrer Rolle als Schulleiterin aufgegangen, so Banken, und in der Zusammenarbeit immer sehr geradlinig gewesen. „Sie sagt immer, wo es hingehen soll, ist aber flexibel genug, auch mal einen Umweg zu gehen“, so der Bürgermeister. Die stellvertretende Schulleiterin Katharina Ullrich hob insbesondere den „sehr feinen Humor“ und den „unglaublichen moralischen Kompass“ von Dietrich-Rein hervor, die Fairness lebe. Den „Riesenrespekt der Eltern“ zollte Daniele Müller, stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende, der Gesamtschulleiterin dafür, wie diese die besonderen Herausforderungen der Etablierung der neuen Schule ebenso wie die Umsetzung der Corona-Regeln gemeistert habe.

„Intensive arbeitsreiche Jahre“

Die „unglaubliche Vielfalt der Anforderungen“ sei für sie selbst einfach eine „hochinteressante Herausforderung“ als Schulleiterin der „neuen“ Gesamtschule gewesen, blickte Dietrich-Rein zurück. Diese Schule von der Pike aufzubauen und sie zu einer festen Größe in der Bildungslandschaft Rheinbachs und der Region werden zu lassen, habe sie von Anfang an fasziniert. Ihr Plan sei eigentlich gewesen, die ersten Abiturzeugnisse der Gesamtschule zu übergeben. Aber die „intensiven arbeitsreichen Jahre“ und die besonderen Herausforderungen der Pandemie seien doch sehr fordernd gewesen, sodass sie nun doch schon zum Ende dieses Schuljahres in den Ruhestand gehe.

„Ich gehe aber in dem Bewusstsein, die Gesamtschule Rheinbach als Schulleiterin gut aufgestellt zu haben“, sagte Dietrich-Rein. Sie würdigte auch die Teamleistung, die dafür notwendig war, und dankte allen Mitwirkenden und dem Kollegium: „Die Tätigkeit an einer Schule im Aufbau, mit ihren besonderen pädagogischen Herausforderungen, einem stets größer werdenden Kollegium an zwei Standorten, teilweise unter Corona-Bedingungen, ist ein anspruchsvoller Balanceakt, den Ihr euch tagtäglich mit bewundernswertem Engagement stellt.“ Als mögliche Nachfolgerin hatte die Schulkonferenz in der Vorwoche Susan Kletzin kennengelernt, die von der Bezirksregierung als Bewerberin benannt worden sei.