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Kommentar zu den Kita-Gebühren in Rheinbach: Gutes Signal an die Eltern

Kommentar zu den Kita-Gebühren in Rheinbach : Gutes Signal an die Eltern

Für viele Eltern bedeutet die Erhöhung der Kita-Gebühren in Rheinbach eine kaum zu leistende finanzielle Belastung. Das kann eine Stadt wie Rheinbach, die auf den Zuzug von Familien setzt, nicht wollen.

Dass sich die Rheinbacher Ratsgremien dafür aussprechen, über die bereits im Januar dieses Jahres beschlossene Erhöhung der Gebühren für Kitas und die Offene Ganztagsschule noch einmal sprechen und sie gegebenenfalls „verträglich ausgleichen“ zu wollen, ist eine faustdicke Überraschung.

Denn: Wie bei vielen Projekten und Wünschen in der Glasstadt schwebt über allem eine fast schon bedrohlich wirkende Zahl: 2021. In diesem Jahr nämlich wollen Rat und Verwaltung gemeinsam den Haushaltsausgleich verwirklicht sehen. Schäubles „schwarze Null“ auch in Rheinbach. Um diesen Ausgleich von Ausgaben und Einnahmen hinzubekommen, bleibt der Kommune kaum etwas anderes übrig, als an den kommunalen Steuer- und Gebührensätzen zu drehen – wie bei den Kita- und OGS-Gebühren geschehen.

Wer sich ansieht, was die Eltern berappen müssen, erkennt, dass Rheinbach vor dieser aktuellen Erhöhung kreisweit im unteren Mittelfeld lag und nun deutlich nach oben aufgeschlossen hat. Für viele Eltern bedeutet dies eine kaum zu leistende finanzielle Belastung. Das kann eine Stadt wie Rheinbach, die auf den Zuzug von Familien setzt, nicht wollen. Darum ist die Bereitschaft, über eine bessere Geschwisterkindregelung sprechen zu wollen, ein gutes Signal an die Eltern.