Auswertung Höherer Stromverbrauch in Rheinbach

Rheinbach · In Rheinbach ist der Stromverbrauch zwischen 2008 und 2011 angestiegen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Das gehe aus einer Auswertung von Kerndaten hervor, die die Stadt im Rahmen ihres Klimaschutzkonzeptes im Jahr 2010 erhoben hatte.

Aus dem vorliegenden Datenmaterial ergebe sich ein Anstieg des Gesamtendenergieverbrauchs im Stadtgebiet von 600 Gigawattstunden im Jahr 2008 auf 630 Gigawattstunden 2011. Dies sei zum einen im Anstieg der Bevölkerung von 27.000 auf rund 27.300 Einwohner begründet, erklärte die Stadt.

Zum anderen seien in diesem Zeitraum sehr viele Gewerbeansiedlungen, gerade im Bereich der Fachhochschule und in den Gewerbegebieten Nord I und Nord II, erfolgt. Erkennbar sei aus dem Datenmaterial auch, dass der Stromverbrauch weiter prozentual zunehme, während die fossilen Brennstoffe Erdgas und Erdöl im Verbrauch signifikant sänken.

Dank der Sanierungsmaßnahmen, die das Konjunkturpaket II ermöglichte, konnte die Stadt nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren knapp elf Prozent des Heizenergiebedarfs in öffentlichen Gebäuden einsparen. 2013 sollen sich die Anstrengungen der Stadt Rheinbach in Sachen Klimaschutz um folgende Inhalte drehen:

  • Die Beteiligung der Bürger am Projekt der Thermografie-Befliegung sei sehr wichtig. Auch die Energieberatung für private Haushalte sei eine bedeutende Säule, die in die Umsetzungsphase gehe.
  • Die Erarbeitung eines zukunftsfähigen Mobilitätskonzeptes, mit weiterem Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs durch den Haltepunkt "Römerkanal", sei ein mittelfristiges Ziel.
  • Die Stadt plant, geeignete Flächen für die Nutzung erneuerbarer Energien zu eruieren.
  • Es soll ein Nahwärmekonzept für das Quartier "Gymnasium/Hauptschule" und die umliegende Wohnbebauung als Modellprojekt erstellt werden.
  • Für die beiden letzten Punkte liegen der Stadt nach eigenen Angaben Förderbescheide des Bundesumweltministeriums vor, das jeweils 95 Prozent der Gesamtkosten übernehmen werde.
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