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Jugendliche Pflanzen in Rheinbach Obstbäume für den Frieden​

Deutsch-Französische Freundschaft : Jugendliche pflanzen in Rheinbach 16 Obstbäume für den Frieden

Zwischen Rheinbach in Deutschland und Verdun in Frankreich besteht eine besondere Partnerschaft des Friedens. Jugendliche beider Länder haben dafür nur ein weiteres Zeichen gesetzt.

Als sichtbares Zeichen der Freundschaft haben Schülerinnen und Schüler aus Rheinbach und dem französischen Verdun am Dienstagmorgen in direkter Nähe zum Ehrenmal im Stadtpark Kirschen, Birnen und Äpfel gepflanzt. Die alten Obstsorten waren dazu schon im Sommer aus dem Department Meuse in die Voreifel gebracht worden, um sich zu akklimatisieren und in einer örtlichen Baumschule zu „übersommern“.

Die Aktion war ein Gegenbesuch aus Frankreich. Bereits im November 2021 hatten die Jugendlichen aus beiden Ländern in Verdun 60 Obstbäume aus dem Rheinland angepflanzt. Lilli Pietsch aus der Jahrgangsstufe 12 des Städtischen Gymnasiums erinnert sich daran: „Der Ort für den kleinen Obstgarten, direkt auf dem Schlachtfeld in Verdun bei minus zwei Grad, löste deutlich mehr Emotionen aus als die Abhandlung der Geschichte vorab im Unterricht.“

Zeichen der Sehnsucht nach Frieden

Bevor in Rheinbach zu Spaten und Schaufel gegriffen werden konnte, brachten Bürgermeister Ludger Banken, sein französischer Amtskollege Armand Falque sowie Stefan Raetz, der 2019 die „Partnerschaft des Friedens“ mit Falque unterzeichnet hatte, in kurzen Ansprachen die lange Tradition und große Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft noch einmal ins Bewusstsein. „Dies ist eine positive Geste, die uns ermutigt für unsere gemeinsame Zukunft“, fasste Falque zusammen und Banken ergänzte: „Ein Zeichen der Freundschaft, ein Zeichen der Sehnsucht nach Frieden.“ Stefan Raetz dankte den Kommunen für die Bereitstellung der exponierten Standorte. „Eine Folge des Klimawandels war das Absterben der Bäume auf dem Schlachtfeld in Verdun. Nur deshalb erhielten wir die Erlaubnis, etwas Neues anzupflanzen“, erklärte er dazu. Und so werden die kleinen Obstgärten nicht nur ein Zeichen für „Nie wieder Krieg“, sondern auch ein Mahnmal zum Schutz der Umwelt.

Zum Abschluss verzieren die von Bürgermeister Armand Falque als „Gärtner und Wächter“ betitelten Schülerinnen und Schüler die frisch eingesetzten Bäume mit kleinen Baumscheiben, beschriftet mit ihren Namen und einer Girlande in den Farben der französischen Trikolore. Auch für den Abiturienten Noah Schmidt-Taube hat die ganze Aktion so eine immense Bedeutung zu Themen wie Klimakrise und Krieg: „Wichtig ist, dass wir als Jugend dagegenhalten. Unsere Zukunft ist nur so gut wie unsere Gegenwart.“