U3-Ausbau Kita "Rasselbande" käme infrage

RHEINBACH · Die Zeit drängt: Ab dem 1. August 2013 haben alle Kinder ab einem Jahr im Land Nordrhein-Westfalen einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Nur mit dem weiteren Ausbau der Tagespflegeplätze kann die Stadt Rheinbach im Jahr 2013/2014 den errechneten Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren (U3) erfüllen.

Das war bereits in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im März nach dem Bericht des städtischen Jugendamts klar geworden. Deshalb hatte der Ausschuss auf Antrag der Ratsherren Walter Viethen und Karl-Heinz Kerstholt (SPD) die Verwaltung beauftragt, den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren zu forcieren und weitere Gespräche mit möglichen Trägern zu führen.

Wie der Leiter des städtischen Jugendamts, Wolfgang Rösner, nun in der jüngsten Ausschuss-Sitzung berichtete, hatte das Kinderheim Dr. Dawo von der Situation erfahren und Räumlichkeiten angeboten. Weil diese aber auch in einer Mischung mit therapeutischen Zwecken genutzt werden, sei das nicht möglich gewesen.

Auch der Elterninitiativ-Kindergarten Wibbelstätz habe sich angeboten, dort sei die Realisierung aus räumlichen Gründen aber ausgeschlossen. Derzeit würden noch Gespräche mit dem Integrativen Kindergarten der Lebenshilfe "Rasselbande" geführt, sagte Rösner. Dort müsse von Seiten des Trägers grundsätzlich überlegt werden, "ob es passt", und auch die Frage der Finanzierung sei noch zu klären. Es gebe da auch andere Modelle als die öffentliche Förderung, so Rösner.

Zum 1. August 2013 werden nach Angaben des städtischen Jugendamtes in den Rheinbacher Kindertageseinrichtungen insgesamt 830 Plätze angeboten, 92 davon für unter Dreijährige (U3), für Kinder über drei Jahre (Ü3) 738 Plätze. Für Ü3-Kinder besteht bereits ein Rechtsanspruch auf einen Platz.

Im Kindergartenjahr 2012/2013 konnte in diesem Bereich den Angaben zufolge der Bedarf zu hundert Prozent gedeckt werden. Wenn allerdings weitere Kinder mit Rechtsanspruch zuziehen, könne dieser Anspruch nur durch Überbelegungen erfüllt werden. Das ist bis zu zwei Plätzen je Gruppe möglich und wird bereits heute praktiziert.