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Kreisparteitag in Rheinbach: Knott und Peter treten für Rhein-Sieg-FDP an

Kreisparteitag in Rheinbach : Knott und Peter treten für Rhein-Sieg-FDP an

Jürgen Peter (Siegburg) und Thorsten Knott (Bornheim) gehen bei der Bundestagswahl im September des kommenden Jahres für die Rhein-Sieg-FDP ins Rennen. Bei der Kreiswahlversammlung am Samstag in der Rheinbacher Stadthalle wählten die Liberalen den 38-jährigen Knott mit 84 von 103 gültigen Stimmen für den Wahlkreis 98 Rhein-Sieg II (Alfter, Bad Honnef, Bornheim, Königswinter, Meckenheim, Rheinbach, Sankt Augustin, Swisttal und Wachtberg).

14 enthielten sich, fünf Liberale stimmten gegen ihn. Jürgen Peter tritt im Wahlkreis 97 Rhein-Sieg I (Eitorf, Hennef, Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Niederkassel, Ruppichteroth, Siegburg, Troisdorf und Windeck) an. Der 52-jährige Kreisvorsitzende erhielt 83 Ja-Stimmen. 14 stimmten gegen ihn, sechs Parteifreunde enthielten sich.

Peter will "25 Jahre Berufserfahrung im Bereich Wirtschaft" in seine politische Arbeit einbringen. Unter anderem nannte er die Förderung des Fachkräftemarktes, die Weiterqualifizierung von Arbeitslosen und die Zusammenarbeit von Hochschulen mit Unternehmen. In Sachen Sicherheit fordere er die "schonungslose Aufklärung" der rechtsextremistischen Verbrechen der NSU. Als Themen aus dem Rhein-Sieg-Kreis, die er nach Berlin mitnehmen möchte, nannte er unter anderem den "Stopp der heimlichen Aushöhlung des Bonn-Berlin-Beschlusses" sowie den Ennert-Aufstieg und den Lärmschutz an der Rheinschiene.

Knott hatte bereits bei der Bundestagswahl 2009 kandidiert. Er wolle sich dieses Mal "ganz und alleine auf diesen Bundestagswahlkampf konzentrieren", weil er aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt habe, dass er sich ansonsten übernehme. Knott hatte Anfang Oktober erklärt, dass er nicht für eine Wiederwahl als Bornheimer Vize-Bürgermeister zur Verfügung stehe.

Dieses Amt hatte er seit 2004 inne. Auch seine Ämter als stellvertretender Kreisvorsitzender und stellvertretender Bezirksvorsitzender hatte er abgegeben. Knott sagte, er gehe selbstbewusst in den bevorstehenden Wahlkampf, weil man doch von einer Reihe von Erfolgen der Bundesregierung sprechen könne. Er nannte die Entlastung von Familien als "Anfang in die richtige Richtung".

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, hob als Priorität der Bundes-FDP das Erreichen eines ausgeglichenen Haushaltes hervor. Auch der Vize-Präsident des nordrhein-westfälischen Landtages, Gerhard Papke aus Königswinter, wies dem Thema Staatsverschuldung eine entscheidende Bedeutung zu.

Bei dem außerordentlichen Kreisparteitag am Wochenende bestimmten die Kreis-Liberalen auch ihre 20 Delegierten und Ersatzdelegierten zur Landeswahlversammlung.