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Pallotti-Areal in Rheinbach: Die Abrissarbeiten haben begonnen

Wohnbebauung geplant : Die Abrissarbeiten auf dem Pallotti-Areal in Rheinbach haben begonnen

Auf dem Pallotti-Areal in Rheinbach haben die Abrissarbeiten diese Woche begonnen. Der Investor BPD Immobilienentwicklung GmbH plant dort 280 neue Wohnungen. Der Stadtrat soll am Montag den Bebauungsplan endgültig beschließen. Die SPD will dagegen stimmen.

Auf dem Pallotti-Areal in Rheinbach hat in dieser Woche der Abriss des früheren Gymnasiums begonnen. Das bestätigte Sandra Joern von der Kölner Niederlassung des Investors, der BPD Immobilienentwicklungsgesellschaft, am Freitag. Der Rheinbacher Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen hat den Plänen für die Neubebauung bereits mehrheitlich zugestimmt. Die SPD stimmte dagegen. Am Montag soll der Bebauungsplan im Stadtrat endgültig beschlossen werden.

Auf dem Gelände sollen 280 Wohnungen für etwa 600 Menschen in Doppelhaushälften, Reihenhäusern und Eigentumswohnungen sowie mehrere Tiefgaragen und weitere Einrichtungen wie eine Kita und ein Café entstehen. Die Kirche soll als Denkmal erhalten bleiben, die Marienkapelle wiederum in Trägerschaft der künftigen Eigentümer übergehen.

„Im ersten Schritt finden die Entkernungsarbeiten mit einer Dauer von rund vier Wochen statt“, sagte Joern zu den aktuellen Arbeiten auf dem Areal. Im Anschluss werde die Gebäudesubstanz von rund 28.500 Kubikmetern abgerissen. Die BPD rechnet laut Joern damit, dass diese Arbeiten bis Oktober dauern werden. Danach seien auf dem gesamten Gelände die Erschließungsarbeiten für die zukünftigen Straßen und Wege geplant: zunächst der Kanalbau und anschließend die Verlegung der Leitungen zur Versorgung des zukünftigen Wohngebietes. „Wir hoffen, am 28. Juni 2021 den Satzungsbeschluss der Stadt Rheinbach zum Bebauungsplan zu erhalten“, führte Joern weiter aus. Im Anschluss werde die BPD dann mit der Rheinbacher Stadtverwaltung die Gestaltung der Straßen, Rad- und Fußwege durch das Wohngebiet abstimmen.

Rheinbacher SPD stimmt dagegen

Die Rheinbacher SPD wird am Montag bei ihrem Nein zum Bebauungsplan bleiben. „Wir haben nichts gegen die Wohnbebauung“, betonte Ute Krupp, Rats- und Kreistagsmitglied, auf Anfrage des General-Anzeigers. Dass der Stadtrat den Plan beschließen werde, stehe fest, aus zwei Gründen könne ihre Partei aber nicht dafür stimmen, führte Krupp weiter aus. Zum einen läge der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen unter den beantragten 15 Prozent. Zum anderen sei die Möglichkeit einer Neuverteilung der Verkehrsbelastung nicht geprüft worden. Der Bebauungsplan leite den Verkehr über die Hauptverkehrsachse Rheinbachs, das Voigtstor.