Ratten in Peppenhoven Peppenhovener Bürger befürchten Plage anbahnt

RHEINBACH-PEPPENHOVEN · Bürger aus Peppenhoven sind in Sorge, eine Rattenplage im Dorf zu haben. Den Ursprung dafür sehen sie auf einem unbewohnten Grundstück. Besonders betroffen ist Heinz-Peter Watty. Er wohnt mit seiner Familie direkt nebenan. Beim Ortstermin kann er gleich mehrere Stellen vorzeigen, wo nach seiner Aussage Ratten gewirkt haben.

 Heinz-Peter Watty zeigt angefressene Gegenstände in einer Kiste und findet kurz darauf eine tote Ratte.

Heinz-Peter Watty zeigt angefressene Gegenstände in einer Kiste und findet kurz darauf eine tote Ratte.

Foto: ROSENKRANZ

Kot- und Urinspuren finden sich neben seinem Kompost und auf dem Weg dahin an seinem Haus vorbei. "Morgens sehe ich die Ratten immer, wenn ich aus dem Haus gehe, doch das sind Fluchttiere, die verkriechen sich dann schneller, als ich sie fotografieren kann", sagt er.

Watty führt in seine Garage, die er an einen Nachbarn vermietet hat. Auch hier finden sich Hinterlassenschaften von Ratten. Einige Gegenstände sind angenagt. Watty nimmt einen zerfetzten Gegenstand aus einer beliebigen Kiste und posiert für ein Foto. Auf die Frage, was das denn mal gewesen sei, was er da in der Hand hält, greift er tiefer in die Kiste und trifft auf etwas Weiches: Watty holt es hervor und erschrickt: eine tote Ratte. "Da hört der Spaß auf", sagt er, und geht sich schnell die Hände waschen. Watty spricht für rund 20 Anwohner, die sich sorgen, dass ihre Kinder nicht mehr befreit auf der Straße spielen können. Er spricht aber insbesondere auch für sich, denn er hat ein Haus und eine Wohnung im Ort vermietet. "Wenn das hier so weitergeht, wollen die Mieter ausziehen", sagt er. "Das bringt mich in finanzielle Schwierigkeiten."

Seit Anfang des Jahres ist Heinz-Peter Watty in Kontakt mit der Stadt Rheinbach. Die sagt zwar, dass solche Probleme zunächst grundsätzlich Privatsache seien. Doch zweimal waren Vertreter der Stadt vor Ort, haben aber keine Ratten zu Gesicht bekommen. "Wie auch?", fragt Watty, "Ratten sind scheu." Vergangene Woche hat die Stadt dann einen Schädlingsbekämpfer beauftragt, der Köder ausgelegt hat. "Obwohl wir keine Anhaltspunkte dafür hatten, dass die Ratten von dem Grundstück kommen", sagt Pressesprecher Peter Feuser von der Stadt. Auch in der Kanalisation seien Köder ausgelegt worden. Watty hofft, dass sich der Zustand bald bessert. "Ich habe Existenzängste und weiß bald nicht mehr, was ich machen soll. Die Kinder können nicht mehr draußen spielen. Das ist kein Zustand für uns alle."