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Großkontrolle an A61 bei Rheinbach: Polizei findet große Mengen Heroin und Kokain in Auto

Großkontrolle an A61 bei Rheinbach : Polizei findet große Mengen Heroin und Kokain in Auto

Die Polizei Bonn hat am Donnerstag eine Großkontrolle entlang der A61 bei Rheinbach durchgeführt. Insgesamt 190 Fahrzeuge wurden überprüft. Dabei wurden in einem Auto große Mengen Drogen gefunden.

Während sich 90 Beamte von Polizei und Zoll sowie 30 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks am Donnerstagnachmittag bei einer Großkontrolle am Rheinbacher Wolbersacker auf die Suche nach reisenden Einbrecherbanden machten (der GA berichtete), brachen bislang unbekannte Täter zeitgleich an der Straße „In dem Busch“ in ein Einfamilienhaus ein. Wie die Polizei berichtete, hebelten die Einbrecher am Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr ein Fenster auf und  durchsuchten die Räume nach Wertgegenständen. Die Großkontrolle von Polizei und Zoll lief zeitgleich von 14 bis 18 Uhr – am gegenüber liegenden Ende der Stadt.

Die Unbekannten fanden Schmuck und verschwanden unerkannt vom Tatort. Die Kripo bittet  Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeugen beobachtet haben, um Hinweise unter Ruf 0228/15-0.

Während des Großeinsatzes ging den Beamten ein mutmaßlicher  Drogenverkäufer ins Netz. In einem der 190 Fahrzeuge, die die Einsatzkräfte während der vierstündigen Aktion kontrollierten, fanden sie 850 Gramm Heroin und 100 Gramm Kokain. Außerdem stellten sie in vier Fällen geringe Mengen von Betäubungsmitteln sicher und ordneten zehnmal Blutproben an, weil der Verdacht des Fahrens unter Alkoholeinfluss (einmal) oder von Drogen (neunmal) bestand.

Wie Michael Beyer, Pressesprecher der Bonner Polizei, berichtete, wollten die Beamten mit der Großkontrolle vor allem Einbrecher und Drogenhändler ausfindig machen. „Ziel der Kontrollen war es, den Druck auf reisende Wohnungseinbrecher, die vermehrt in der dunklen Jahreszeit auch über die A61 in die Wohngebiete anreisen, zu erhöhen“, so Beyer. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse über Reiserouten, Täterstrukturen und genutzten Fahrzeuge ließen sich dann im Zuge weiterer Ermittlungen nutzen.

In sechs Fällen seien nach verdächtigen Wahrnehmungen sogenannte Beobachtungs- und Feststellungsberichte gefertigt worden, bei denen zwar keine konkrete strafbare Handlung festgestellt wurde, die aber „eine wichtige Grundlage für die Puzzlearbeit der Einbruchsermittler darstellen“, sagte Beyer. Involviert in den Einsatz waren auch Beamte der Autobahnpolizei Mendig und des Polizeipräsidiums Koblenz.