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Rheinbach: Konzept für bessere Radwege zu den Ortschaften

Neues Verkehrskonzept beantragt : Ratsfraktionen schlagen Radanbindung der Rheinbacher Ortschaften vor

Damit mehr Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, braucht es gute Radwege. Die Rheinbacher Ratsfraktionen haben dazu nun ein Konzept zur Anbindung der Ortschaften erarbeitet.

Die unterschiedlichen Fraktionen in Stadt- und Gemeinderäten sind selten einer Meinung. Umso deutlicher ist das Zeichen, wenn alle Ratsfraktionen einen gemeinsamen Antrag einbringen, wie nun in Rheinbach. In diesem Fall handelt es sich um einen 28 Seiten langen, detailliert ausgearbeiteten Vorschlag zur Verbesserung der Radwegesituation. Das Ziel: Alle größeren Ortschaften sollen über gut ausgebaute Radwege mit der Kernstadt verbunden werden. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Mobilität am Donnerstagabend sollen die Mitglieder über den Antrag beschließen.

Schon die Arbeit an diesem „Konzept zur Radverkehrsanbindung“ erfolgte gemeinsam in einer Arbeitsgruppe, in der alle Ratsfraktionen vertreten waren. Bei der Wegeplanung hat die Gruppe anscheinend auf eine einfache Umsetzung geachtet. Es würden ausschließlich bestehende Straßen und Wege genutzt, für die gegebenenfalls nur wenige bauliche Maßnahmen erforderlich sind. Die so entstehenden Routen sollen „gut und stressfrei“ nutzbar sein. Wobei das laut Vorlage bedeutet, die Radfahrer können mit mindestens 17 Kilometern pro Stunde auf einer direkten Verbindung unterwegs sein, die zudem als sicher empfunden wird – im gesamten Streckenverlauf. „Gibt es auch nur eine kritische Stelle, die als sehr stressig empfunden wird, führt dies dazu, dass dann doch lieber das Auto genutzt wird“, führt die Arbeitsgruppe in ihrem Abschlussbericht aus. Wichtig ist der Arbeitsgruppe außerdem eine einheitliche Beschilderung. Den Vorschlag eines passenden Logos haben sie beigefügt.

Für die Anbindungen rund um Rheinbach zu den einzelnen Ortschaften ergibt sich daraus eine Liste von Maßnahmen, die ebenfalls mit dem Antrag beschlossen werden sollen. So gibt es rund um Merzbach in Verlängerung der Weidenstraße einige Abschnitte von Feldwegen, die bisher nur geschottert sind. Hier soll asphaltiert werden. Einige Bordsteine sollen abgesenkt, bestimmte Streckenabschnitte wie ein Teil des Eichendorffweges als Fahrradstraße ausgewiesen werden.

Schwieriger ist es in den Höhenorten

Als positives Beispiel ist schon die Verbindung in Richtung Wormersdorf ab der Stadthalle genannt. Problematischer wird es in den Höhenorten, nicht nur wegen der Steigungen. Zwischen dem Ortsausgang Todenfeld und der Einmündung des Waldwegs, auf dem das NRW-Radwegenetz verläuft, sei die Nutzung der L492 gegenwärtig alternativlos, heißt es. Hier soll die Stadt bei den zuständigen Landesstellen darauf hinwirken, dass in absehbarer Zeit ein Radweg gebaut wird.