Wiederaufbau nach der Flut Rheinbacher Seniorin soll 80.000 Euro Wiederaufbauhilfe zurückzahlen

Rheinbach · Die Zerstörungen nach der Flut 2021 haben viele Betroffene finanziell ruiniert, denn oftmals fehlten Versicherungen. Der Wiederaufbauhilfe-Fonds sollte das abmildern. Eine Rheinbacher Seniorin hatte Gelder beantragt und bewilligt bekommen - nun soll sie etwa 80.000 Euro zurückzahlen.

Rheinbach nach der Flut: das Wasser hatte auch dort gewütet. Die betroffene Seniorin wohnt nicht in dieser Straße.

Rheinbach nach der Flut: das Wasser hatte auch dort gewütet. Die betroffene Seniorin wohnt nicht in dieser Straße.

Foto: Gerda Saxler-Schmidt

Das Haus von Maria Helene Wolf liegt mitten in Rheinbach. Und doch gibt es an der Straße viel Grün: Sträucher, Bäume und Gräser, die direkt gegenüber den Gräbbach säumen. Was im Alltag ein bisschen Farbe bringt, war in der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 fatal: Das Wasser stand im unteren Geschoss, zerstörte Einrichtungen, beschädigte Böden und Wände. Jetzt, fast drei Jahre nach der Katastrophe, könnte die Seniorin damit abschließen. Der Wiederaufbau ist geschafft, die Baustelle abgearbeitet, finanziert über die Wiederaufbauhilfen. Die zu beantragen schien einfach. Doch nun, zur Schlussabrechnung, kam das dicke Ende: Maria Helene Wolf soll rund 80.000 Euro der erhaltenen Hilfsgelder zurückzahlen. Die zuständige Bezirksregierung Arnsberg hat etwas auszusetzen an eingereichten Handwerkerrechnungen.