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Tomburg Realschule: Rheinbacher Feuerwehr probte Großeinsatz

Tomburg Realschule : Rheinbacher Feuerwehr probte Großeinsatz

Sirenenalarm in der gesamten Stadt Rheinbach mit all ihren Ortsteilen. Mit Blaulicht und Martinshorn rücken alle Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes der Malteser aus zur Tomburg Realschule, wo sie eine Großübung erwartet. 30 "Verletzte" in einer Realschule.

Das Szenario: Während einer Projektwoche wollten mehrere Schulklassen im Gebäude übernachten. Das abendliche Grillen wurde wegen eines drohenden Unwetters in einen Klassenraum verlegt. Die Schüler sollten den Grill am offenen Fenster betreuen. Sie haben aber die Wirkung des Kohlenmonoxids unterschätzt und sind bewusstlos geworden.

Damit war der Grill unbeaufsichtigt, Vorhänge und Einrichtung haben Feuer gefangen und schnell ist das ganze obere Geschoss verraucht. Brandschutz- und Rauchabschlusstüren waren leichtsinnig festgestellt.

Panik breitet sich aus, einige Kinder springen aus dem ersten Obergeschoss, andere laufen in den verrauchten Bereich und werden bewusstlos. Nach diesen Meldungen löst die Kreisleitstelle in Siegburg Vollalarm aus für die Feuerwehr in Rheinbach und den Rettungsdienst der Malteser. Alles glücklicherweise ein angenommenes "Großschadensereignis" für eine Vollalarmübung.

Auf rund 200 Mann schätzt Alexander Kossack, der das Szenario für die Freiwillige Feuerwehr entwickelt hat, die angerückten Einsatzkräfte am Freitagabend. Alle Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr sind vor Ort, die Malteser mit drei Rettungswagen und einem Krankenwagen aus Rheinbach sowie zwei Rettungswagen und zwei Krankenwagen aus Bornheim.

Im Laufe der Übung kümmern sich sieben Notärzte und eine Reihe von Rettungsassistenten und Helfern um die insgesamt 30 "Verletzten", dargestellt von sorgfältig geschminkten jugendlichen Feuerwehrmitgliedern.

Wehrführer Laurenz Kreuser verfolgt die Übung ebenso wie Beobachter der Wehrführungen aus Swisttal und Meckenheim. Auch Bürgermeister Stefan Raetz, einige Ratsvertreter sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind vor Ort. Das Szenario ist anspruchsvoll, denn zu den Betroffenen im Schulgebäude kommen noch eine Gruppe, die in den Stadtpark geflüchtet ist, ein verletzter Heizungsinstallateur im Kriechkeller und ein Verletzter aus den Reihen der Einsatzkräfte selbst.

Wehrführer Kreuser zeigt sich schließlich "im Großen und Ganzen" zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Einige Schwächen in der Kommunikation habe es gegeben, räumt er ein, aber das werde jetzt in den Einheiten besprochen.