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Unterwegs mit dem Ordnungsamt: Rheinbacher halten sich größtenteils an Corona-Regeln

Unterwegs mit dem Ordnungsamt : Rheinbacher halten sich größtenteils an Corona-Regeln

Der Ordnungsdienst in Rheinbach ist täglich unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen zu kontrollieren. Die Problemstellen der Stadt kennen die Mitarbeiter genau.

Sie kennen ihre Pappenheimer, und sie kennen deren Treffpunkte. Wie Klaus Oehlke und Horst Reichling sind die Außendienstmitarbeiter des Rheinbacher Ordnungsamtes täglich auf der Straße, um die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung zu kontrollieren. Selten erleben sie Konfliktsituationen mit den Bürgern der Glasstadt.

„Meist reicht es hier aus, die Leute auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen“, betont Reichling beim Gang durch die Hauptstraße. Vor der Bäckerei Lennartz macht es sich gerade ein Paar mit einem Kuchenpaket und einem Kaffeebecher auf der Bank gemütlich. Beim Anblick der Ordnungshüter zückt der Mann schnell seinen Mundschutz. „Darüber hinaus“, setzt Reichling mahnend an, „kennen Sie schon die Vorschrift, dass hier ein Verzehrabstand von 50 Metern zur Bäckerei eingehalten werden muss?“ Eine Entschuldigung murmelnd ziehen die beiden ab.

Obwohl die Geschäfte geschlossen sind, ist hin und wieder Leben hinter den Schaufenstern. Bei der Buchhandlung Kayser werden einem Kunden seine bestellten Bücher zur Abholung herausgereicht, bei dem Handygeschäft gegenüber ist die Eingangstür einen Spalt geöffnet, und ein Endgerät wird hereingereicht. „Das ist in Ordnung“, informiert Reichling und erklärt, dass Reparaturen angenommen werden dürfen.

„Die meisten sind hier sehr einsichtig“

Weiter geht der Rundgang Richtung Dreeser Tor. Auch bei Foto Eich dürfen vorbestellte Waren abgeholt und Passbilder gemacht werden. Das gegenüberliegende Wettbüro ist geöffnet, um Wettscheine entgegenzunehmen. Ein kurzer Blick in den Geschäftsraum genügt Klaus Oehlke, um festzustellen, dass alles ordnungsgemäß abläuft.

Eine Passantin ohne Mundschutz schiebt ihr Fahrrad über den Zebrastreifen. Reichling reagiert: „Als Verkehrsteilnehmer auf der Straße benötigen Sie keinen Mundschutz. Wenn Sie aber auf dem Bürgersteig schieben, legen Sie bitte einen an.“ Nickend fingert sie die Maske aus der Tasche. „Die meisten sind hier sehr einsichtig“, erklärt Oehlke und betont, dass ihr Einsatz vor allem auch darauf abziele, Präsenz zu zeigen.

Beim kurzen Gang durch den Aldi- und Rewe-Markt gibt es kaum Beanstandungen. Lediglich ein Kunde fällt auf, weil er nur mit einem Visierschutz ausgestattet ist. „Beim Einkauf ist das Tragen einer FFP2-Maske oder OP-Maske Pflicht“, belehrt Reichling ihn. Postwendend zückt der Kunde ein ärztliches Attest. Die beiden Beamten studieren es eingehend und belassen es dann dabei. „Da muss man schon genau hinschauen,“ erläutern sie auf dem weiteren Weg Richtung Bahnhof. Ihnen sei auch schon einmal ein einfacher Ausdruck aus dem Computer unter die Nase gehalten worden.

Anhörungen kommen selten vor

Wichtig sei es, in allen Fällen Ruhe zu bewahren und erst einmal mit einem Augenzwinkern für Ordnung zu sorgen. Sollte dennoch mal jemand Probleme machen, komme es zu einer Anhörung, erklären beide. Dies komme selten vor. „Ein erhobener Zeigefinger genügt oft“, sagt Oehlke. Gerade bei den Jugendgruppen würden sie damit positive Erfahrungen machen. „Wir wissen genau, wo und wann sie sich treffen.“

Neben der City nehmen die städtischen Mitarbeiter auch Spielplätze, den Stadt- und Freizeitpark, den Campus sowie die Unterführungen unter die Lupe. Darüber hinaus werden in den Schichten, die um 9 Uhr beginnen und bis in die Abendstunden gehen, Ordnungsverfügungen an Erkrankte und Kontaktpersonen zugestellt und Quarantänekontrollen vorgenommen.