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Rheinbacher Schülerin bekommt Platz an der Gesamtschule Swisttal​

Nach langer Suche : Rheinbacherin bekommt kurz vor Ferienende Schulplatz für ihre Tochter

Der Fall einer Rheinbacher Mutter, die für ihre 14-jährige Tochter keinen Platz an Rheinbacher Schulen fand, erregte viel Interesse. Kurz vor Schulbeginn gibt es jetzt eine Lösung.

Erleichterung auf den letzten Drücker für die Rheinbacher Mutter, die für ihre 14-jährige Tochter bisher vergeblich nach einem Schulplatz suchte. Nur knapp 24 Stunden vor dem Start ins neue Schuljahr erhielt sie die Zusage der Gesamtschule Swisttal in Heimerzheim.

Wie berichtet, war die 41-jährige Alleinerziehen mit zwei Kindern im Alter von neun und 14 Jahren nach zwei Jahren im Ausland wieder nach Rheinbach gezogen. Die Familie ist seit Mitte Juli in der Glasstadt gemeldet. Die Suche nach Schulplätzen für die beiden Mädchen gestaltet sich aber schwierig. Vor allem bei den weiterführenden Schulen, in denen die 14-Jährige die neunte Klasse besuchen sollte, hießt es laut der Mutter überall, sie seien bereits voll.

Zusage nach persönlichen Gesprächen

Auch von der Gesamtschule Swisttal habe sie zuerst diese Information bekommen, erzählt sie auf GA-Nachfrage. Doch dann habe man sich dort ihre Lage genau angehört und schließlich doch die Zusage erteilt. Für die Familie eine große Erleichterung, wenn auch nun einige organisatorische Fragen zu klären seien. So müsse sie noch herausfinden, wie ihre Tochter täglich von Rheinbach nach Heimerzheim gelangt. Und einige Materialien fehlen ebenfalls noch, schließlich stand bisher nicht fest, was benötigt wird. Doch all das sei besser als keine Schule, so die 41-Jährige. „Es wird nicht einfach, aber es ist machbar“, ist sie überzeugt. Immerhin hatte sie neun Schulen an vier Standorten kontaktiert, um für ihre Tochter einen Unterrichtsbesuch zu ermöglichen.

Leser Gerhard Zänkert: Ein unvorstellbarer Fall

Der Fall hatte auch bei den GA-Lesern viel Interesse gefunden. So meldete sich Gerhard Zänkert aus Rheinbach, der an ein ähnliches Erlebnis erinnert wurde. Noch zu Zeiten der deutschen Teilung sei er nach der Flucht in den Westen in eine spezielle Klasse für Ost-Abitur gekommen. Die sei damals mit 38 Schülerinnen und Schülern auch voll besetzt gewesen. Für sieben weitere, darunter Zänkert, waren nur Plätze als Gasthörer am Rand vorgesehen. Sie dürften nicht am Unterricht aktiv teilnehmen. Er habe diesen Umstand damals auf eigene Faust direkt dem zuständigen Senator berichtet, der für Abhilfe gesorgt habe. Dass solche Fälle heute noch möglich seien, sei für ihn bisher unvorstellbar gewesen.