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„Die kleine Stadthexe“: Rheinbacherin schreibt Theaterstück über Toleranz

„Die kleine Stadthexe“ : Rheinbacherin schreibt Theaterstück über Toleranz

Mit ihrem Stück bringt Schauspielerin Christina Stephan Kindern ab vier Jahren Toleranz und Umweltschutz näher. Der Theaterverein Rampenwutz bringt es im August an vier Terminen in Rheinbach auf die Bühne.

Natürlich glauben die Junghexen, bestens auf ihre Aufgaben als gute Hexen vorbereitet zu sein. Immerhin hat ihre Ausbildung an der Hexenakademie 666 Jahre gedauert. Endlich ist der große Tag da: Nach bestandener Prüfung erhalten sie ihre Abschlusszeugnisse. Zugleich werden ihnen ihre Aufgaben zugewiesen. Amalia hat die Akademie sogar als Jahrgangsbeste abgeschlossen und soll künftig als Rheinbacher Stadthexe zwischen Menschen und Magie vermitteln.

Aber so einfach ist das in Rheinbach dann doch nicht. Denn die Einwohner stehen nicht nur Hexen sehr kritisch gegenüber. Auch kommt es zu seltsamen Ereignissen: Das Wasser im Stadtbrunnen ist vergiftet und die Tiere sind verschwunden. Gut, dass Amalia der magische sprechende Kater Kralle als Tierhelfer zugeteilt wird – eigentlich. Denn es mangelt Kralle an Motivation, er hat einfach keine Lust mehr auf unerfahrene Junghexen. Und dann spricht Rheinbachs Bürgermeister Horst Ziegenbein auch noch ein Zauberverbot aus…

Für Kinder ab vier Jahren und Familien wird es wieder spannend im Rheinbacher Freizeitpark. Denn ab 15. August führen die jungen ausgebildeten Schauspieler und Musicaldarsteller von Rampenwutz auf der Freilichtbühne nach dem „Zauberer von Oz“ im Vorjahr auch in diesem Sommer wieder ein kindgerechtes Stück auf: „Die kleine Stadthexe“, geschrieben von Ensemblemitglied Christina Stephan, die gleichzeitig die Titelrolle spielt, mit der Musik von Jonas Pieper und Live gesungen von den Akteuren. Schauspielkollege Raoul Migliosi gibt sein Debüt als Regisseur.

Platz für 150 Zuschauer

Im Hinblick auf die Corona-Schutzmaßnahmen können zwar lediglich jeweils nur 150 Zuschauer mit Abstand auf den steinernen Sitzbänken Platz nehmen, aber gemeinsam mit den Behörden haben die Mitglieder des eingetragenen Theatervereins ein Hygienekonzept erarbeitet, das Vorstellungen unter freiem Himmel möglich macht. Auf körperlich nahe Interaktionen mit den Zuschauern wird anders als im letzten Jahr verzichtet. Selbst die Schauspieler haben eigens eingeübt, den nötigen Abstand zueinander auf der Bühne einzuhalten, wie sie bei der Probe berichteten.

Das neue Stück hat Schauspielerin Christina Stephan im „Kreativurlaub“ an der Ostsee geschrieben, wie sie erzählt. Aufgewachsen in Rheinbach mit seinem Hexenturm und seiner mittelalterlichen Geschichte habe sie etwas Kindgerechtes und Versöhnliches zum Thema Hexen schreiben wollen. „Aber es geht auch ganz klar gegen Diskriminierung“, sagt sie. Denn Hexen stehen als Metapher für Minderheiten. Auch Umweltverschmutzung sei im Stück ein großes Thema. Am Schluss des Stücks seien die Menschen „ein bisschen geläutert“, so die Autorin. Und der Hexenturm wird zum Ort des gemeinsamen Feierns.

Verein führt Stück aus 2019 erneut auf

Aufführungen des für Kinder ab vier Jahren geeigneten Stücks „Die kleine Stadthexe“ finden statt am Samstag, 15. August, Sonntag, 16. August, Samstag, 22. August, und Sonntag, 23. August, jeweils ab 16 Uhr. Noch einmal aufgeführt wird „Der wundervolle Zauberer von Oz“ am Samstag und Sonntag, 29./30. August, ebensfalls jeweils ab 16 Uhr auf der Freilichtbühne im Freizeitpark.

Karten gibt es auf www.rampenwutz.de, an der Tageskasse ab 15 Uhr sowie im Vorverkauf in der Buchhandlung Kayser, Hauptstraße 28 in Rheinbach. Dort sind auch ein Bilderbuch und ein Hörbuch zum Stück erhältlich.