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Schulen in Rheinbach: Tablets für Lockdown-Distanzunterricht

Für den Distanzunterricht : Rheinbach organisiert Tablets für Schüler und Lehrer

Die Stadt Rheinbach hat fast 550 Tablets für ihre Schulen gekauft. Schüler, die kein Gerät haben, können sich über ihre Einrichtung so eines ausleihen. Das bedeutete für die Stadt aber auch eine besondere Herausforderung.

Die Stadt Rheinbach hat nun auch die letzten mobilen Endgeräte aus dem „Sofortausstattungsprogramm Digitalpakt“ an die Rheinbacher Schulen ausgeliefert. Die Stadt hatte im Herbst 2020 Geld aus diesem Förderprogramm beantragt. Kinder, die kein eigenes digitales Endgerät zur Verfügung haben, sollen ein solches nun leihweise nutzen können. Auch wenn der Wunsch der Schulen eine noch größere Anzahl von Leihgeräten gewesen ist, so die Mitteilung der Stadt, hätten sich alle Schulleitungen zufrieden gezeigt.

Insgesamt erhielten die sieben städtischen Rheinbacher Schulen 320 Geräte zur Ausleihe an die Schüler. Kostenpunkt: rund 148.000 Euro, die zum einen aus Fördermitteln von Bund und Land, aber auch mit rund 15.000 Euro von der Stadt Rheinbach gefördert wurden. Zudem wurden 226 Geräte für die Lehrkräfte der Rheinbacher Schulen beschafft. Die Kosten hierfür trug mit rund 120.000 Euro das Land NRW.

Eine besondere Herausforderung: Mehrere Paletten mit den Geräten, Zubehör und Hüllen mussten ausgepackt, zusammengebaut und technisch für die Auslieferung vorbereitet werden. Eine Mammut-Aufgabe, der sich die Mitarbeiter der städtischen IT-Abteilung unter Hochdruck neben der normalen Tätigkeit annahmen. Nach und nach konnten an alle Schulen zunächst die Lehrer- und dann auch die Schülergeräte übergeben werden.

Geräte werden auch nach Wiedereröffnung eingesetzt

Zum Abschluss erhielt die Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg 66 Endgeräte zur Ausleihe an die Schüler. Schulleiterin Ute Jansen zeigte sich erleichtert: „Die Geräte können wir besonders in den nächsten Wochen gut einsetzen, um allen Kindern die Teilnahme am Distanzlernen inklusive der täglichen Videokonferenzen zu ermöglichen. Wir Grundschulen bauen so unseren Unterricht auf digitalem Wege aus und halten den persönlichen Kontakt zu den Kindern aufrecht. Die Geräte sind eine gute Investition in die Zukunft, denn auch nach Corona sind sie ein sehr willkommenes Hilfsmittel für den täglichen Unterricht im Klassenraum.“

Auch Rheinbachs Bürgermeister Ludger Banken und der Erste Beigeordnete der Stadt, Raffael Knauber, waren froh über die Entwicklung: „Mit der zügigen Umsetzung dieses Förderprogramms können wir einen weiteren wesentlichen Beitrag zur besseren Bewältigung der Corona-Pandemie leisten“, hieß es von ihrer Seite. Die Stadt Rheinbach greift aber nicht nur auf Förderprogramme zurück, sondern unterstützt den Ausbau der Digitalisierung an den Schulen auch aus Eigenmitteln. Unter anderem werden derzeit 250 weitere iPads für ihren Einsatz im Unterricht vorbereitet.