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Sankt Marien in Wachtberg-Berkum feiert Jubiläen

Sankt Marien feiert Jubiläen : Eine Schenkung machte den Kirchenneubau in Wachtberg-Berkum erst möglich

Ein Gedenkstein erinnert nun an die Spender der Familie Abs. Zum Weihfest feierte die Gemeinde Sankt Marien in Wachtberg-Berkum zudem den 80. Geburtstag ihres langjährigen Pfarrers und die Einführung des neuen Kaplans.

Gleich vier Gründe zum Feiern hatte die Gemeinde Sankt Marien am zurückliegenden Wochenende. Die Weihe der neuen Berkumer Kirche Sankt Maria Rosenkranzkönigin jährte sich zum 50. Mal, Pfarrer Manfred Häuser feierte 80. Geburtstag und Kaplan Jinto Jacob trat seinen Dienst in der Gemeinde an. Zudem enthüllten die Gläubigen einen Gedenkstein für die Familie Abs. Ihr verdanken die Berkumer den Grund und Boden für die neue Kirche.

Eine enorme Spende unterschrieb Josef Abs 1963 mit der Schenkungsurkunde für die katholische Kirche. Er überantwortete rund 5400 Quadratmeter seines persönlichen Eigentums an die Gemeinde. Allerdings war die Spende an die Bedingung geknüpft, dass bis 1969 dort der Bau einer neuen Kirche beginnen müsse, berichtete Kirchenvorstand Norbert Neu. „Meines Wissens gab es seit dieser Zeit keine Spende in vergleichbarer Größe“, sagte der seit rund 15 Jahren im Kirchenvorstand tätige Neu. Den Grundstein legten die Gläubigen Ende 1969.

Gläubige besuchten bis 1971 die Kirche Sankt Gereon

Bevor die große Kirche, heute Pfarrkirche für alle Wachtberger, am 24. Oktober 1971 eingeweiht wurde, besuchten die Gläubigen die kleine Kirche Sankt Gereon Berkum an der Ecke Rathausstraße/Am Bollwerk. Als Filialkirche der in der Mitte des letzten Jahrhunderts größeren Gemeinde Sankt Gereon Niederbachem trägt die alte Berkumer Kirche bis heute deren Namen. Weil die Katholiken den roten Kirchenneubau im als Marienmonat überlieferten Oktober weihten, weihten sie das Gebäude Sankt Maria Rosenkranzkönigin.

Mit seinem 80. Geburtstag feierte Pfarrer Manfred Häuser ein beachtliches Jubiläum. In der Gemeinde Wachtberg wirkt er seit zwölf Jahren mit interessanten, tiefgehenden Beiträgen in den Messen und der Seelsorge des Ländchens. Auch wenn ihn seine Jugend in Bautzen, damals in der DDR gelegen, christlich geprägt hatte, führte ihn sein Lebensweg von einer Lehre als Koch und einer Ausbildung als Kaufmann über kaufmännische Tätigkeiten bis zum Unternehmensberater.

Vom Unternehmensberater zum Priester

Sein in der Jugend entstandener Gedanke, Priester werden zu wollen, ließ den heutigen Wachtberger Subsidiar jedoch nicht los. So fand er als Spätberufener nach langer Überlegung den Weg ins überdiözesane Seminar zur Priesterausbildung Sankt Lambert auf Burg Lantershofen. Anschließend wirkte er in der Krankenhausseelsorge Bad Godesbergs, später kam er nach Wachtberg. Dem Ländchen blieb er nach der Pensionierung bis heute als Subsidiar treu.

Kaplan Jinto führte sein Weg aus Kerala/Indien ins Ländchen. Der 38-Jährige wird in den kommenden beiden Jahren erstmals in der Seelsorge mitarbeiten. Parallel absolviert er einen Kurs zur Weltkirche und verstärkt anschließend zwei Jahre lang das Wachtberger Pastoralteam. „Wir freuen uns auf gemeinsame vier Jahre hier bei uns“, sagte Pfarrer Michael Maxeiner zu seiner Begrüßung.

Veränderungen wird es in den kommenden Jahren nicht nur seelsorgerisch geben. Nach der Fusion zur Gemeinde Sankt Maria Rosenkranzkönigin steht laut Neu eine weitere Fusion im Raum. Ab wann und mit welchen Gemeinden man zukünftig Strukturen teilen wird, sei bisher jedoch noch nicht entschieden.