1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Swisttal

Hertha Buschhoven und SV Swisttal: Auf der neuen Sportanlage rollt der Ball

Hertha Buschhoven und SV Swisttal : Auf der neuen Sportanlage rollt der Ball

Neue Zeiten sind angebrochen bei den beiden Sportvereinen SV Hertha Buschhoven und SV Swisttal: Am Samstagvormittag übergab Bürgermeister Eckhard Maack den Vereinen die neue Gemeinschaftssportanlage Buschhoven-Morenhoven-Miel und überreichte den beiden Vereinsvorsitzenden Werner Neffgen und Luigi Belgiovine jeweils zwei Schlüssel.

Nach Testspielen der F-Jugend am Samstag fanden am Sonntag die ersten Ligaspiele der Seniorenmannschaften auf dem Kunstrasenplatz statt, der erst am Vortag abgenommen worden war. "Mit der neuen Anlage haben wir einen qualitativ großen Schritt gemacht", sagte Maack bei der Übergabe. Zwei unterschiedlich große Kunstrasenplätze, hintereinander angeordnet auf ehemaligen Ackerflächen zwischen der L 493 und der B 56, sind entstanden. Außerdem gibt es eine Weitsprunggrube mit zweispuriger Anlaufbahn für die Leichtathletikabteilung und den Schulsport, ein Beachvolleyballfeld, eine Bouleanlage, eine Tribüne für 180 Zuschauer, 68 Parkplätze und einen Behelfsparkplatz.

Über eine neue Linksabbiegerspur ist die Zufahrt von der L 493 geregelt. Im Haushalt bereitgestellt sind für die Gemeinschaftssportanlage 1,92 Millionen Euro - "in vollem Umfang gegenfinanziert", wie Maack betonte - durch den Verkauf der alten Aschenplätze Morenhoven und Buschhoven für Wohnbebauung. Mehrkosten von 70.000 Euro sind nach Angaben der Gemeinde durch notwendige Bodenarbeiten zur Stabilisierung des Untergrunds entstanden sowie neue Straßenbeleuchtung.

Erst in der Grundfläche zu erkennen ist der vorgesehene Standort für das Sportlerheim, das die beiden Sportvereine als Bauherren für rund 500.000 Euro bauen wollen. Zur Finanzierung nehmen SV Hertha und SV Swisttal jeweils einen Kredit über 200.000 Euro bei der NRW-Bank auf und bringen Eigenleistung von jeweils 25.000 Euro ein. Die Gemeinde gibt einen Zuschuss von 50.000 Euro. Nach Fertigstellung des Vereinsheims soll eine Lärmschutzwand zur Wohnbebauung hin folgen. Auch zwei Fertiggaragen als Materiallager sind vorgesehen.

Genau 5619 Tage oder sieben Jahre, sechs Monate und zwölf Tage war es her, hatte der Hertha-Vorsitzende Neffgen ausgerechnet, dass der rund 900 Mitglieder starke Buschhovener Sportverein den Antrag auf Umwandlung des Aschenplatzes am Wiedring gestellt hatte. Damals hatte der marode Platz wieder einmal über mehrere Monate wegen Unbespielbarkeit gesperrt werden müssen, was für die Mannschaften mangels Trainings mit enormen sportlichen Nachteilen verbunden war, wie Neffgen zurückblickte.

Mit der neuen Anlage verbinden die Vereine die Hoffnung, die verloren gegangenen Jugend- und Seniorenspieler zurückzugewinnen, die zu anderen Vereinen abgewandert waren. Aus der wachsenden Bevölkerungszahl in Buschhoven und Morenhoven hoffen die Vereine, "sportlich Profit schlagen zu können", so Neffgen. Von einer "klasse Zukunft" zeigte sich auch der Vorsitzende des rund 600 Mitglieder zählenden SV Swisttal, Luigi Belgiovine, überzeugt. Er fasste seine Begeisterung in drei Worte: "Hammer! Hammer! Hammer!"

Richtig begonnen hätten die Arbeiten erst im April dieses Jahres, so Markus Fischer von der Architekten- und Ingenieurgesellschaft Dr.-Ing. Fischer Consult aus Rheinbach. Alles sei reibungsfrei verlaufen und die Anlage sei "wunderschön geworden". Wie berichtet, hatte die Gemeinde ein Sportstättenkonzept für die Außensportanlagen der Gemeinde erstellen lassen, das nach teils kontroverser Diskussion in den politischen Gremien schließlich verabschiedet wurde.

Die bestehenden Plätze am Buschhovener Wiedring und in Morenhoven sind verkauft. In Morenhoven werden 24 Wohnhäuser gebaut, in Buschhoven ist neben Wohnbebauung, eine Senioren-Wohn- und Pflegeeinrichtung vorgesehen. Miel wurde zum Teil bebaut, der andere Teil wird in eine Grünanlage für Jung und Alt umgewandelt. Dünstekoven erhielt mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde einen Naturrasenplatz. Wie in Odendorf soll der Platz in Heimerzheim in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden.