Kommentar Aufgabe für Generationen

Die Initiative des Landes NRW, im Februar 1,2 Millionen Euro den Kommunen des Kreises für die Inklusion zu überweisen, ist sicher gut gemeint. Doch teilt man die Summe durch die Anzahl der Städte und Gemeinden, bleibt vor Ort fast immer nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein übrig.

Seit diesem Schuljahr haben Kinder mit Behinderung das Recht auf gemeinsamen Unterricht in den Klassen eins und fünf mit nichtbehinderten Kindern.

Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung, bürdet den Kommunen aber eine große Aufgabe auf: Gebäude müssen umgebaut und zusätzliches Personal muss eingestellt werden. Es kann daher nicht sein, dass das Land die finanziell klammen Kommunen vor diese große Herausforderung stellt, sie dann aber zugleich nicht mit den notwendigen Mitteln ausstattet.

In dieser Hinsicht klingt die Ankündigung gut, dass in den nächsten Jahren insgesamt 175 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen, allerdings landesweit. Dazu kommt: Die Schaffung einer inklusiven Gesellschaft ist alleine im Bildungsbereich schon eine Generationenaufgabe. Somit wird auch die Summe bei Weitem nicht reichen.

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