Heimerzheim Ausbildungszentrum der Bundespolizei bietet Schülerpraktika an

SWISTTAL-HEIMERZHEIM · Der Beruf des Bundespolizisten ist anspruchsvoll. Körperliche und psychische Stärke sind gefragt. Ob sie für diesen Job geeignet sind, können Schüler bei einem Praktikum im Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei in Heimerzheim ausprobieren. Dort wurde Anfang der Woche der 400. Praktikant begrüßt.

 Einen Eindruck von der Ausbildung erhalten Tobias Reetz, Jasmin Seidel und Annika Lingscheid (2., 3. und 4. von links)

Einen Eindruck von der Ausbildung erhalten Tobias Reetz, Jasmin Seidel und Annika Lingscheid (2., 3. und 4. von links)

Foto: HENRY

Zwischen 50 und 83 Schülerpraktikanten pro Jahr, darunter auch viele Mädchen, hatten seit 2008 die Möglichkeit, zwei oder drei Wochen lang Einblicke in den Ausbildungsalltag der Polizeianwärter zu bekommen. Dabei können sie sich zum Beispiel auch beim Einsatztraining versuchen.

"Bei den Liegestützen kommen einige Schüler an ihre körperlichen Grenzen", sagt Polizeihauptmeister Harald Windolph. "Aber für die richtige Fitness sind wir ja auch in der Ausbildung zuständig." Auch einfache Techniken werden geübt, um Angreifer abzuwehren. "Durch die Praktika wollen wir interessierten jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich im Vorhinein damit auseinanderzusetzen, ob der Beruf des Bundespolizisten etwas für sie ist", erläutert Windolph.

Aber nicht nur körperliche Übungen, auch Fächer wie Staats- und Verfassungsrecht oder politische Bildung stehen auf dem Stundenplan. Und: "Wer Bundespolizist werden will, muss sich im Klaren darüber sein, dass er eine Waffe tragen wird und die im Ernstfall auch benutzen muss", betont Windolph.

Auch darüber, wie das Auswahlverfahren bei der Bundespolizei läuft, werden die Schüler informiert. Und ein paar wertvolle Hinweise hat Polizeihauptmeister Windolph auch für die Praktikanten bereit - wenn sie sich denn wirklich für eine Ausbildung bei der Bundespolizei entscheiden.

"Wer Bundespolizeibeamter werden will, muss sich klar machen: Die nächsten Weihnachten wird er zwar unterm Baum verbringen, aber nicht zu Hause, sondern an einem Flughafen oder Bahnhof." Auch könnten die Beamten im gesamten Bundesgebiet eingesetzt werden. "Es geht uns nicht darum, den Beruf madig zu machen." Nach ihrem Praktikum wüssten die Schüler aber genau, was auf sie zukommt.

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