Wiederaufbau und Sanierungen Das plant die Gemeinde Swisttal bei ihren Feuerwehrhäusern

Swisttal · Die Swisttaler Feuerwehrhäuser sind teils in die Jahre gekommen, von der Flut beschädigt oder nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Daher plant die Gemeinde hier einige Investitionen. Teilweise sind sogar Neubauten notwendig.

Der Heimerzheimer Feuerwehrchef Jens Kossmann wartet auf den Neubau des Gerätehauses.

Der Heimerzheimer Feuerwehrchef Jens Kossmann wartet auf den Neubau des Gerätehauses.

Foto: Hans-Peter Fuss

Müssen von der Flut beschädigte Feuerwehrhäuser neu errichtet werden? Oder reicht bei einigen eine umfassende Sanierung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Bau-, Vergabe- und Denkmalschutzausschuss des Swisttaler Gemeinderates in seiner Sitzung am Dienstag.

Heimerzheim: Verschiedene Varianten zum Neubau werden vom Projektmanagement zum Wiederaufbau vorgestellt. Bei positiver Verabschiedung könnte im dritten Quartal 2024 mit der Planung begonnen werden. Baubeginn könnte 2026 sein, Fertigstellung und Nutzung ab 2028. Der Neubau an gleicher Stelle soll hochwassersicherer sein.

Odendorf: Das Feuerwehrgerätehaus Odendorf wird primär über das Nahwärmenetz der Biogasanlage eines örtlichen Unternehmens mit Heizenergie versorgt. Nach fachlicher Prüfung wird aus wirtschaftlichen sowie aus Praktikabilitätsgründen der Einbau einer neuen Gas-Brennwerttherme befürwortet. Aufgrund dessen wurde eine Gasheizung beschränkt ausgeschrieben. Erste Angebote liegen vor. Ebenfalls wird die Ausschreibung der Falt-Toranlagen vorbereitet. Eine Prüfung zu Rolltoranlagen hat ergeben, dass diese aufgrund der vorhandenen baustatischen Gegebenheiten (Stützpfeiler, geringe Deckenhöhe) nicht eingebaut werden können.

Buschhoven: Die Machbarkeitsstudie zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Buschhoven wurde dem Bau-, Vergabe- und Denkmalschutzausschuss bereits Anfang 2023 vom Planungsbüro Dr. Fischer aus Rheinbach vorgestellt. Auf der Grundlage dieser Planung hat die Verwaltung eine Bauvoranfrage für die Bauaufsicht des Rhein-Sieg-Kreises als Baugenehmigungsbehörde erarbeitet. Weiterhin ist für das auf dem Grundstück vorhandene Bestandsgebäude, es handelt sich um ein ehemaliges Wohnhaus, die Vergabe der Abbruchplanung in Bearbeitung. Im bestehenden Gerätehaus wurde die alte, defekte Heizungstherme inzwischen durch eine gespendete Heizungstherme ersetzt. Der für 2024 geplante Einbau einer Wärmepumpe wäre damit aktuell nicht mehr zwingend erforderlich und könnte später im Rahmen des Umbaus erfolgen.

Morenhoven: Aufgrund des ursprünglich beauftragten Architekturbüros kam es zu Verzögerungen im gesamten Bauablauf. Dies betraf einerseits die Bauleitung, andererseits wurden Arbeiten in Teilbereichen nicht vollständig oder nicht in ausreichender Qualität ausgeführt. Das Vertragsverhältnis wurde zwischenzeitlich aufgelöst. Die Arbeiten in der angebauten Fahrzeughalle (Neubau) sind bis auf Restarbeiten nach Mängelbeseitigung abgeschlossen. Eine falsch eingebaute Brandschutztür wurde in der Zwischenzeit durch eine qualitätskonforme T-30-RS-Tür ersetzt. Ebenfalls sind entsprechende Brandschutztüren im Übergang zum Bestandsbau eingesetzt. Die in der Fahrzeughalle eingebaute Fußbodenheizung wurde an die bestehende und funktionsfähige Gas-Heizungsanlage des Feuerwehrgerätehauses angeschlossen. Ebenfalls wurde eine notwendige Abgas-Absauganlage in die Fahrzeughalle eingebaut.

Die Außenputzarbeiten sind im Bereich des Anbaus straßenseitig sowie auf der Rückseite des Gebäudes fertiggestellt. Für die nun anstehenden Arbeiten im Bestandsgebäude wurde ein neuer Planer beauftragt. Dieser wird neben den Umbauarbeiten im Altbau des Feuerwehrgerätehauses ebenfalls die Restarbeiten im Neubauteil begleiten. Die Arbeiten der Gebäudetechnik werden parallel durch einen Fachplaner für die technische Gebäudeausrüstung begleitet.

Vom Ausbau des Dachgeschosses wird in Abstimmung mit der Löschgruppe und der Feuerwehrleitung Abstand genommen. Der Aufwand für einen kompletten Dachausbau mit den notwendigen Wärmedämmmaßnahmen, insbesondere statischer Ertüchtigungen der Geschossdecke, sind zu umfangreich. Aktuell prüft die Verwaltung den Ankauf einer nebenan liegenden Grundstücksfläche zur Errichtung einer weiteren Abstellmöglichkeit für ein neues Mannschaftstransportfahrzeug und ist im Austausch mit den Eigentümern.

Ludendorf: Zur Sicherstellung der Wärmeversorgung wurde im Feuerwehrgerätehaus Ludendorf vorübergehend eine gebrauchte Therme aus einem bestehenden Gebäude eingebaut. Die im Haushalt 2023 geplanten Mittel in Höhe von 30.000 Euro für den Einbau einer Wärmepumpe wurden in das Haushaltsjahr 2024 übertragen. Aus wirtschaftlichen, aber auch aus praktikablen Gründen empfiehlt die Verwaltung den Einbau einer Gas-Brennwerttherme.

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