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Die Planung für den Kreisel am Gewerbepark Odendorf geht weiter ​

Verkehr in Swisttal : Die Planung für den Kreisel am Gewerbepark Odendorf geht weiter

Schon jetzt ist es für Linksabbieger schwierig, aus dem Gewerbegebiet Odendorf zu kommen. Weil durch den Edeka-Vollsortimenter künftig noch mehr Verkehr erwartet wird, soll ein Kreisel gebaut werden.

Die Gemeinde Swisttal arbeitet weiter an der Realisierung eines Kreisverkehrsplatzes an der Einmündung Gewerbepark/L 11 Essiger Straße in Höhe der Tankstelle. Der Bau-, Vergabe- und Denkmalschutzausschuss hat der Verwaltung einstimmig grünes Licht gegeben, über den Ankauf von Grundstücksflächen zu verhandeln, die dafür benötigt werden.

Da der Kreisel durch den geplanten Edeka-Vollsortimenter verursacht werde, wie Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner sagte, sei mündlich mit dem Projektentwickler bereits abgestimmt, dass die Baukosten anteilmäßig zu einem Drittel vom Projektentwickler sowie von der Gemeinde zu zwei Dritteln übernommen werden. Umsetzung und Finanzierung sollen über einen städtebaulichen Vertrag mit dem Projektentwickler geregelt werden.

Kreisverkehr dient der Sicherheit

Aktuell werden die Kosten für die Realisierung mit etwa 550 000 Euro veranschlagt, den Grunderwerb noch nicht eingerechnet. Die Kosten für den Kauf der Grundstücksflächen waren noch nicht bekannt. Die Haushaltsmittel sollen genau ermittelt und dann im Doppelhaushalt 2023/24 eingestellt werden.

Wie die Bürgermeisterin mitteilte, hatte ein Gutachten ergeben, dass kein Kreisel notwendig sei. Mit einem Linksabbieger würden alle Probleme gelöst, zitierte Kalkbrenner die Ansicht von Straßen.NRW. Dem konnten sich aber die Fraktionen und auch die Verwaltung nicht anschließen. „Der Kreisel ist wichtig für die Verkehrssicherheit an dieser Stelle“, fasste in der Ausschusssitzung Friedrich Johannes Hansen (CDU) die übereinstimmende Meinung aller zusammen.

Auch Straßen.NRW stimmt zu

Bereits Ende 2020 hatten die Fraktionen im Planungs- und Verkehrsausschuss übereingestimmt, dass eine sichere Zu- und Ausfahrt zum Gewerbegebiet Odendorf nur über eine Kreisellösung gelingen könne, nicht aber über eine Linksabbiegerspur, wie von Straßen.NRW vorgeschlagen. Die Ausschuss-Vorsitzende Gertrud Klein (CDU) hatte hervorgehoben, dass „diese Stelle höchst brisant“ sei. Vor allem, weil nur mit einem Linksabbieger der Verkehr „wunderbar ins Gewerbegebiet hineinkommen, aber nicht wieder raus“ kommen werde, wie es Monika Wolf-Umhauer (FDP) auf den Punkt brachte.

Für den Kreisel wurde schrittweise die jetzige planerische Lösung erarbeitet und schließlich mit dem Straßenbaulastträger Straßen.NRW abgestimmt. Der vierte Ast des Kreisels führt zu den Äckern gegenüber dem Gewerbegebiet und dient der Bewirtschaftung dieser landwirtschaftlichen Flächen.