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Gedenkfeier an Nebelunfall 1985: Ein unvergessener Tag

Gedenkfeier an Nebelunfall 1985 : Ein unvergessener Tag

Vor 30 Jahren, genauer am 11. Januar 1985, ereignete sich auf der Autobahn A61 zwischen Rheinbach und Weilerswist bei dichtem Nebel und Temperaturen um 16 Grad minus ein Massenunfall, der als "der Nebelunfall" im Gedächtnis geblieben ist.

Rund 150 Fahrzeuge prallten im dichten Nebel an mehreren Unfallstellen zwischen Weilerswist und Rheinbach aufeinander. Elf Tote und mehr als 60 Verletzte forderte der Massenunfall. Ursachen waren plötzlich aufgetretener Nebel und zu schnelles Fahren, die eine fatale Kettenreaktion auslösten.

Mehrere Hundert Helfer verschiedener Behörden und Hilfsorganisationen, von damaliger Autobahnpolizei und Bundespolizei bis Freiwillige Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und Deutschem Roten Kreuz, waren damals im Einsatz.

Aber auch Mieler Bürger waren spontan zur Stelle, um die Hilfsaktion zu unterstützen und Betroffenen zur Seite zu stehen. Rund 80 der damals beteiligten Helfer erinnerten sich jetzt auf Einladung der Gemeinde Swisttal im Dorfhaus Miel an das Geschehen. Die Idee zu der Erinnerungsveranstaltung sei vom Ortsteil Miel an ihn herangetragen worden, erläuterte Bürgermeister Eckhard Maack.

Ihm selbst seien Details vom damaligen Gemeindebrandmeister Balthasar Schumacher geschildert worden. "Das hat mir klar gemacht, welche Aufgaben das für die Freiwillige Feuerwehr einer kleinen ländlichen Gemeinde bedeutet. Dieser Nebelunfall damals hat uns gezeigt, was im Extremfall passieren kann und dass wir dafür die entsprechenden Mittel und das entsprechende Personal vorhalten müssen", sagte Maack.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde ein Film des Malteser Hilfsdienstes, erstellt von Dieter Krakor, gezeigt, der mit Originalaufnahmen, Interviews und Statements das Ausmaß dieses Massenunfalls dokumentiert.

Wie sie den Nebelunfall erlebt hatten, schilderten anschließend in zwei Diskussionsrunden unter der Moderation von Dirk Lüssem damalige Beteiligte, darunter der ehemalige Swisttaler Wehrführer Balthasar Schumacher, der damalige Stadtbeauftragte der Rheinbacher Malteser, Heinz Löhrer, und der Leiter der damaligen Autobahnpolizei Dieter Zeller.