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Flut in der Region: Anwohner in Odendorf haben Sorge vor Überflutung

Regenrückhaltebecken lief voll : Anwohner haben Sorge vor neuer Überflutung in Odendorf

Die Anwohner des Odendorfer Neubaugebiets Am Rodderbach fürchten, dass sie bei Regen am Wochenende erneut mit Hochwasser zu kämpfen haben könnten. Der Grund ist das benachbarte Regenrückhaltebecken, das vergangene Woche schon übergelaufen war.

Viele Anwohner des Neubaugebietes „Am Rodderbach“ in Odendorf sind besorgt: Es geht um das Regenrückhaltebecken unmittelbar am Rand des Neubaugebietes, das laut Anwohnern bei dem Unwetter eine zerstörerische Wirkung entfaltet habe. Das Becken, in dem bereits viel Wasser gestanden habe, sei nämlich übergelaufen und habe dann etwa 20 Häuser des Neubaugebietes geflutet.

Unter anderem das von Bastian Körfgen, der unmittelbar an dem Becken wohnt, Peter Pasche und Markus Rath. Die Anwohner sorgen sich nun, dass angesichts der für das Wochenende erneut gemeldeten Regenereignisse Ähnliches passiert.

Anwohner Herbert Gembe, der seit elf Jahren hier wohnt, und ebenfalls betroffen ist, glaubt, den Grund zu kennen: Auf der Rückseite des Beckens sei von der Gemeinde eine Art Damm in Richtung der dort verlegten Gleistrasse aufgeschüttet worden: „Da kann sich das Wasser nun stauen“, moniert er. Leider sei der Abfluss des Beckens „viel zu klein dimensioniert“. So hätten sich die Wassermassen während des Unwetters in dem Becken gesammelt und sich „wie durch ein Nadelöhr“ Richtung Neubaugebiet ergießen können: „Hier stand alles mindestens 60 bis 70 Zentimeter unter Wasser“, betont Gembe. Seine Forderung lautet: „Die Gemeinde muss sich das mal ansehen.“

Gemeinde hat Regenrückhaltebecken im Auge

Der Meinung ist auch Peter Pasche, der ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Beckens wohnt: „Es hätte nicht so schlimm kommen müssen wie jetzt.“ Seiner Information nach sei auch eine falsche Folie zum Einsatz gekommen: „Die hat dafür gesorgt, dass bereits vor dem Unwetter Wasser in dem Becken stand und nicht versickern konnte, wie ursprünglich vorgesehen.“ Pasche zeigt auf das Regenrückhaltebecken, das immer noch gut mit Wasser gefüllt ist: „Deshalb haben wir auch Sorge, dass sich bei einem erneuten Unwetter das ganze Szenario des vergangenen Unwetters noch einmal wiederholt“, unterstreicht Rath.

Bernd Kreuer, Sprecher der Gemeinde, kündigte auf Anfrage an: „Eine Mitarbeiterin von uns wird sich die Situation sofort ansehen.“ Am Freitagnachmittag berichtete der Sprecher von dem Kontrolltermin: Eine Mitarbeiterin der Gemeinde und ein Experte des „IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur“ hätten sich die Situation vor Ort zusammen mit den Anwohnern angeschaut. Dabei hätten sie auch umliegende Kanäle begutachtet. Der Pegel des Regenrückhaltebeckens sei in den vergangenen Tagen um zwei Meter gesunken. Kreuer versicherte, dass der Ablauf des Beckens funktioniere. Die Mitarbeiterin überwache das Becken aber auch weiterhin.