Krimes in Swisttal Geballte Kirmesgaudi in Swisttal

SWISTTAL-MIEL · Strohballen mit verbundenen Augen rollen und Gladiatorenkämpfe auf dem Luftkissen vollführen: Das war am Wochenende bei den Kirmesspielen in Miel und Straßfeld angesagt.

 Kampf der Gladiatoren: Vor dem Mieler Dorfhaus waren lustige Wettstreite auf einem Luftkissen angesagt.

Kampf der Gladiatoren: Vor dem Mieler Dorfhaus waren lustige Wettstreite auf einem Luftkissen angesagt.

Manchen Gästen flogen am Sonntag auf der Kirmes in Miel regelrecht die Nägel um die Ohren. Denn dem ein oder anderen Kandidaten gelang es beim Nagelspiel nicht, den Nagel mit dem Hammer im Holzbalken zu versenken. Stattdessen mussten sich die umstehenden Gäste vor umherfliegenden Nägeln in Acht nehmen. Die Männer lagen bei dem Spiel vorne. Mit drei Hammerschlägen war das Metall im Holz, die beste Frau folgte mit sechs Treffern. Zu gewinnen gab es Einkaufsgutscheine.

Die jungen Besucher konnten sich im Pfeile-, Dosen- und Hufeisenwerfen messen. Besonders beliebt war das Gladiatorenspiel. Ziel war es dabei, den Kontrahenten mit einem Schaumstoffschläger von einer Art Hocker zu stoßen. Ein gepolstertes Luftkissen sorgte für eine weiche Landung.

Veranstaltet wird die Kirmes, die stets am zweiten Wochenende im September stattfindet, von den Ortsvereinen in Miel. "Viele fleißige Helfer sind nötig, um diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen", sagte Mitorganisatorin Brigitte Schumacher (45). Der Aufwand hatte sich gelohnt. Viele Mieler nutzten die regenfreie Zeit am Nachmittag für Gespräche bei Kaffee und Kuchen oder einem kühlen Kölsch in und vor dem Dorfhaus. Regelrecht überrannt wurde die Imbissbude. Zum Angebot gehörte unter anderem frisch gebratenes Gyrosfleisch mit Pommes Frites. Hier war der Andrang so groß, dass die Gäste längere Wartezeiten in Kauf nehmen mussten. Am Abend stand dann noch die Verurteilung des Paias auf dem Programm. Dessen letztes Stündlein hatte schon bald geschlagen. Es folgte die Vollstreckung des Urteils, die Verbrennung des Kirmeskerls. Und mit einem letzten Kölsch für die Gäste ging die Kirmes zu Ende. plr

SWISTTAL-STRASSFELD

Auf einer Großkirmes ohne Karussell muss nicht zwangsläufig etwas fehlen. Das bewies am vergangenen Wochenende die Dorfgemeinschaft von Straßfeld mit ihrer 7. Bauern-Olympiade. Sechs Mannschaften mit jeweils sechs Teilnehmern waren am Samstag neben dem Dorfhaus angetreten, um sich den Herausforderungen zu stellen. Es galt, in 60 Sekunden so viele Möhren wie möglich zu schälen, Tischtennisbälle über eine instabile Pipeline zu transportieren, eine möglichst exakt 1000 Gramm schwere Scheibe von einem Holzstamm abzusägen, Luftballons zu rasieren und einen Rundballen mit verbundenen Augen und auf die Zurufe der Mitspieler angewiesen durch einen Parcours zu rollen. Beim Bierkistenstemmen war Teamwork gefragt. Glück gehörte beim Bauern-Memory dazu und Kraft war entscheidend für den Sieg im Wettnageln. Petra Pusch und Bianca Lutz hatten wie schon in den Vorjahren die Olympiade mit den zehn Disziplinen vorbereitet.

Am Nachmittag stand fest: Das Team vom Sportklub I mit Lukas (7) und Hubert Lanzerath, Ivonne Langen (12), Ralf und Hubert Urfey, Frank Kalenborn und Andreas Christ lag klar vorne vor den Mannschaften "Eifelkieker" und den "Schrägen Vögeln".

Nach dem Festhochamt am Samstagabend holte die Dorfgemeinschaft in Begleitung des Tambourcorps Essig die Hahnenkönige Hubert Lanzerath und Andreas Christ zum Hahnenkönigsball ab. Nach der Ehrung der Siegermannschaften der Bauern-Olympiade spielte DJ Daniel K im Dorfhaus zum Tanz auf.

Der Sonntag begann für die Straßfelder mit einem Köttzug durch die Gemeinde und wurde anschließend bei Kaffee und Kuchen mit zünftiger Blasmusik des Straßfelder Musikvereins gemütlich. Beim abschließenden Wettkampf im Hahnenköppen um die Würde des neuen Hahnenkönigs lagen Jens Rogge und Hendrik Lucht vorne. bep

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