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Gewerbepark Odendorf: Politik will einen Kreisverkehr

Knifflige Verkehrslage : Politik will Kreisellösung am Gewerbepark Odendorf

Am Gewerbepark in Odendorf soll das Abbiegen leichter werden. Von der vom Landesbetrieb Straßen NRW vorgeschlagenen Lösung hält die Swisttaler Politik aber wenig.

Eine sichere Zu- und Ausfahrt zum Gewerbegebiet Odendorf kann nur über einen Kreisel gelingen, nicht über eine Linksabbiegerspur, wie von Straßen.NRW vorgeschlagen. Darin waren sich die Fraktionen im Swisttaler Planungs- und Verkehrsausschuss einig. „Ohne Kreisel wird ein Abbieger den Verkehr aus dem Gewerbegebiet heraus nicht schaffen. Wir müssen alles möglich machen, damit ein Kreisel hinkommt“, sagte Tobias Leuning (SPD). Ausschussvorsitzende Gertrud Klein teilte diese Ansicht: „Fakt ist, dass diese Stelle höchst brisant ist.“ Für Monika Wolf-Umhauer (FDP) war klar: „Der Verkehr wird wunderbar ins Gewerbegebiet hineinkommen, aber nicht wieder raus.“

Straßen.NRW hatte als Straßenbaulastträger Bedenken hinsichtlich der „unzureichenden verkehrlichen Situation auf der L 11“ (Essiger Straße) für den Autoverkehr sowie für Radfahrer und Fußgänger geäußert. Deshalb wurde in Abstimmung mit Straßen.NRW die Planung dahingehend überarbeitet, dass im Einmündungsbereich von der Essiger Straße ins Gewerbegebiet über die Straße Gewerbepark Odendorf ein Linksabbieger mit entsprechenden Nebenanlagen gebaut werden sollte. Mit einem Linksabbieger würden alle Probleme gelöst, zitierte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner Straßen.NRW. Die vorhandene Verschwenkung davor würde entfernt. Auch für einen Geh- und Radweg sei dabei eine gute Lösung gefunden, fand Dirk Braun vom Fachbereich Gemeindeentwicklung. So sei auf der Essiger Straße eine Mittelinsel als Querungshilfe vorgesehen.

Wegen der übereinstimmenden Bedenken der Fraktionen hat der Planungsausschuss den Tagesordnungspunkt vertagt. Nun soll im weiteren Verfahren nicht nur die Verkehrsproblematik geprüft werden, sondern auch weitere Punkte, die die Fraktionen kritisch sehen. So seien 113 Parkplätze „überdimensioniert“. Die Gesamtzahl sollte reduziert und zwischen etwa fünf Parkplätze jeweils ein Baum gepflanzt werden als Schattenspender und als ökologischer Beitrag. Geprüft werden soll zudem, ob auf den Parkflächen anstelle von Asphalt alternativ Rasengittersteine verlegt werden können. Geklärt werden soll auch, wo Fahrradstellplätze vorgesehen werden.  

Hintergrund: Der bestehende Edeka-Markt soll vom Ortskern ins Gewerbegebiet verlagert werden, um sich marktgerecht aufstellen zu können. Vorgesehen für den neuen Vollsortimenter ist eine Fläche im vorhandenen Ensemble mit Aldi-Markt, Rossmann-Drogeriemarkt, Getränkehandel und Tankstelle. Der neue Lebensmittelvollsortimenter kann eine Verkaufsfläche zwischen 900 Quadratmetern bis maximal 1600 Quadratmeter haben. Das zulässige Kernsortiment umfasst Nahrungs- und Genussmittel, Getränke, Tabakwaren, Drogeriewaren, kosmetische Erzeugnisse, Körperpflegemittel, Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel.