Wohn- und Gewerbeflächen Swisttal Großer Betrieb will nach Odendorf

SWISTTAL · Die Gemeinde Swisttal soll sich in den nächsten 20 Jahren weiterentwickeln können, sowohl im Bereich Gewerbe als auch im Bereich Wohnen.

 Nördlich der L 182 bei Heimerzheim, in der Nähe des Rosenhofes Jonen, ist Platz für ein neues Gewerbegebiet.

Nördlich der L 182 bei Heimerzheim, in der Nähe des Rosenhofes Jonen, ist Platz für ein neues Gewerbegebiet.

Foto: HANS-PETER FUSS

Dazu hat der Planungs-, Verkehrs- und Umweltschutzausschuss (PVU) die Weichen gestellt und im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans für die Gemeinde mehrheitlich die Ausweisung von Gewerbeflächen in Odendorf und Heimerzheim sowie von Wohnbauflächen in Buschhoven und Dünstekoven beschlossen.

Im Norden von Heimerzheim jenseits der Landstraße L 182 sind zwei Standorte vorgesehen. Standort 1 soll rund 10,18 Hektar und etwa 68 bis 82 Grundstücke umfassen. Die insgesamt rund 5,19 Hektar große Fläche des Standortes 2 soll stufenweise in zwei Bauabschnitten entwickelt werden, der erste mit 2,61 Hektar und der zweite mit 2,58 Hektar Größe, für beide ergäben sich jeweils 17 bis 20 Grundstücke. Im Gegenzug soll eine rund 2,1 Hektar große Fläche diesseits der L 182, die bislang als Gewerbefläche ausgewiesen war, zurückgenommen werden. In Odendorf ist die Erweiterung des vorhandenen Gewerbegebietes vorgesehen. Über eine Ringerschließung sollen weitere 6,89 Hektar oder 45 bis 55 Grundstücke hinzukommen. In Dünstekoven sind im Anschluss an die Wohnbebauung "Zum Eisernen Mann" rund 8400 Quadratmeter neues Bauland für rund 16 Grundstücke vorgesehen. Für Buschhoven werden auf rund 2,16 Hektar "Am Wehrbusch" 34 neue Wohneinheiten möglich sowie ökologische Ausgleichsflächen beziehungsweise Grünpuffer und Eingrünung des Ortsrandes.

In der Diskussion wurden erneut die unterschiedlichen Positionen der Fraktionen deutlich. So war für Ernst Ostermann (SPD) zwar unstrittig, dass Heimerzheim weitere Gewebeflächen brauche. In Odendorf aber sollten zunächst die vorhandenen Flächen vermarktet werden. Bürgermeister Eckhard Maack wies darauf hin, dass es nach 15 Jahren schleppendem Verlauf mit der Vermarktung des Gewerbegebietes Odendorf inzwischen sehr zügig vorangehe. So habe man "einen ganz dicken Fisch an der Angel mit einem großen Betrieb und 70 bis 80 Arbeitsplätzen". Darüber hinaus gebe es "eine Warteliste von Interessenten". Auch habe die Gemeinde im vergangenen Jahr 900 000 Euro mehr an Gewerbesteuern als 2011 eingenommen. Möglicherweise sei in der Vergangenheit der Fehler gemacht worden, Swisttal zu lange als reine Wohngemeinde zu betrachten, man dürfe das Gewerbe nicht aus den Augen verlieren.

Die Verwaltung wird die Planungen jetzt bei der Bezirksregierung in Köln zur Genehmigung vorlegen. Wenn diese erteilt wird, sollen die weiteren planerischen Schritte sowie die einmonatige Offenlage erfolgen.