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Altenpflege: Grundstein für Heimerzheimer Seniorenresidenz gelegt

Altenpflege : Grundstein für Heimerzheimer Seniorenresidenz gelegt

Die Eröffnung ist für Sommer 2021 geplant. Jetzt wurde der Grundstein für die Seniorenresidenz Libento in Heimerzheim gelegt – ein Akt mit symbolischer Wirkung.

Das Erdgeschoss des neuen Seniorenzentrums an der Kölner Straße steht schon. Deshalb war die Grundsteinlegung  am Donnerstag mehr ein symbolischer Akt. Denn in den Grundstein eingelegt werden kann die Zeitkapsel mit einem Exemplar des GA vom Tage, ein paar Euromünzen, einem Chip für einen Einkaufswagen und einer zeitgemäßen Mund-Nasen-Schutzmaske nicht mehr.

Sehr wohl aber soll sie in die Decke über dem Eingangsbereich eingelassen werden, so Diplom-Ingenieur Rüdiger Baum, Projektsteuerer der Lindhorst Gruppe. In seinen 45 Berufsjahren sei die Zeremonie die erste „hemdsärmelige“ gewesen, wie er sagte. Soll heißen: immer wieder verschoben angesichts der prognostizierten zweiten Welle der Corona-Pandemie und nun nur im kleinen Rahmen mit Michael Burmester, Geschäftsführer Pflege und Gesundheit im Familienunternehmen Lindhorst, Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner, dem Beigeordneten Hans Dieter Wirtz und Vertretern der ausführenden Baufirmen. Ein großes Richtfest mit den Handwerksfirmen sei aber geplant, so Baum.

Mit der Grundsteinlegung solle vor allem über den Sachstand informiert werden. Unter dem Namen Libento Seniorenresidenz Heimerzheim mit dem gleichnamigen Betreiber mit Hauptsitz in Winsen/Aller entstehen 80 Plätze in rollstuhlgerechten Einzelzimmern mit bodentiefen Fenstern und eigenem, barrierefreiem Bad.

Rund elf Bewohner-Zimmer sind kleinen Wohngruppen zugeordnet, die jeweils über eine eigene Wohnküche verfügen. Im Erdgeschoss wird es einen Empfang mit „Hotelcharakter“ geben, so Burmester sowie Platz für Verwaltung, und Personalaufenthaltsräume. Ein Kaminzimmer, eine Küche, eine Wäscherei und ein Friseursalon sind im Haus ebenfalls vorgesehen. Der Mittagstisch im Restaurant steht auch Gästen offen, etwa Angehörigen und Nachbarn.

Nachhaltigkeit spiele bei dem Projekt eine große Rolle. Deutlich wird das etwa beim eigenen Blockheizkraftwerk.

Was die Pflege angeht, so gibt es vollstationäre Pflege, Kurzzeit-, Urlaubs- und Verhinderungspflege sowie eine spezielle Pflege und Betreuung für demente Menschen und Palliativpflege. Wichtig sei die Einbindung ins Quartier, so Baum. Angeboten werden sollen verschiedene therapeutische Maßnahmen wie Bewegungstherapie und Gedächtnistraining, Balance- und Krafttraining sowie verschiedene Freizeitaktivitäten.

Für Sommer 2021 ist die Eröffnung geplant. Entstehen sollen rund 70 Arbeitsplätze in den Bereichen Pflege, Betreuung, Küche, Haustechnik, Hausreinigung und Verwaltung. Die Senioreneinrichtung sei in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für die Gemeinde, so Bürgermeisterin Kalkbrenner – nicht zuletzt auch wegen der Schaffung von Arbeitsplätzen in der Gemeinde.