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Nach Überschwemmungen in Swisttal-Miel: Hochwasserschutz laut Gemeindeverwaltung „auf gutem Weg“

Nach Überschwemmungen in Swisttal-Miel : Hochwasserschutz laut Gemeindeverwaltung „auf gutem Weg“

So harmlos es auch klingt: Das Mieler Bächelchen ist schon mehrfach über die Ufer getreten und hat die Gärten der Anwohner überflutet. Die Planungsarbeiten für Damm und Umleitung des Bächelchens zum Hochwasserschutz laufen an.

Für den Hochwasserschutz am Mieler Bächelchen laufen die Planungsarbeiten. Wenn der Entwurf vorliegt, geht es mit der Abstimmung der beteiligten Behörden weiter. Darüber hat die Gemeindeverwaltung jüngst im Bau-, Vergabe- und Denkmalschutzausschuss informiert. „Wir befinden uns jetzt auf gutem Weg“, sagte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner.

Seit Ende 2020 liegt die letzte noch Verzichtserklärung anliegender Eigentümer am sogenannten Gemeingebrauch des Gewässers vor. Der Gemeingebrauch nach Paragraf 19 des nordrhein-westfälischen Landeswassergesetzes regelt, dass jede Person „natürliche oberirdische Gewässer“ unter anderem zum Baden oder Vieh tränken nutzen darf. Dass nun alle Verzichtserklärungen vorliegen, hat einen großen Vorteil, wie Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner erklärte: „Wichtig ist, dass damit ein ansonsten durchzuführendes und langwieriges Planfeststellungsverfahren nicht erforderlich ist.“

Gärten wurden in der Vergangenheit überflutet

In den vergangenen Jahren gab es mehrfach Hochwasser im Bereich der Rücklage des Küpperwegs in Miel. Am 30. Juli 2014 beispielsweise waren nach Starkregenfällen Bächelchen, Jungbach und Orbach über die Ufer getreten, hatten die dortigen Gärten überflutet und Schäden in den Kellerbereichen der Häuser verursacht.

Berechnungen von Straßen.NRW hatten bestätigt, dass das Hochwasser in diesem Bereich vom Orbach ausgeht, das dann vom Bächelchen nicht abgeführt werden kann. Zum Hochwasserschutz soll das Bächelchen, das nördlich der Bundesstraße 56 parallel zum Jungbach durch die Parkanlage in Richtung Autobahn A 61 fließt, künftig in Höhe der Freizeitanlage umgeleitet werden, um es in der Freifläche natürlicher verlaufen zu lassen. So soll das kleine Gewässer auf dem Weg zu seiner Einmündung in den Jungbach vor dem Damm der A 61 um die vorhandenen Bäume herum mäandrieren, das heißt in gewundenen Schlingen fließen und sich selbst entwickeln.

Außerdem ist ein Hochwasserschutzwall auf der vorhandenen Trasse des Bächelchens mit einer Höhe von rund 1,30 bis 1,50 Meter über der Geländeoberkante geplant. Neben dem Damm soll ein fußläufiger Wiesenweg angelegt werden, der auch von einem Traktor befahren werden kann.