Kommentar zur Einstauung an der Steinbachtalsperre Swisttaler Sorgen gegen Euskirchener Wünsche

Meinung | Swisttal/Euskirchen · Bei der Steinbachtalsperre prallen Wünsche aus Euskirchen auf Sorgen aus Swisttal. Warum erstere Vorzug vor dem Hochwasserschutz bekommen, ist schwer nachvollziehbar. Die Stimmverhältnisse in der zuständigen Versammlung sollten daher überdacht werden, findet GA-Redakteurin Juliane Hornstein.

 In die Steinbachtalsperre soll wieder Wasser. Bei der Frage nach der Füllhöhe gab es Differenzen zwischen Euskirchen und Swisttal.

In die Steinbachtalsperre soll wieder Wasser. Bei der Frage nach der Füllhöhe gab es Differenzen zwischen Euskirchen und Swisttal.

Foto: Axel Vogel

Eine weitere Entscheidung ist gefallen: Für die Steinbachtalsperre wird das höchstmögliche Stauvolumen angepeilt, das in den Debatten vorgeschlagen war. Für das, was in der Wasserverbandsversammlung dabei geschehen ist, benutzte jemand den Begriff „totgestimmt“. Neun Euskirchener setzten ihre Interessen gegen vier Swisttaler durch. Was erst einmal ein legitimes Abstimmungsverfahren ist. Viele Anwohner der unter der Talsperre liegenden Orte können es trotzdem kaum verstehen: Sie fürchten, ihre Sicherheit wurde zugunsten Euskirchener Wünsche nach einer hübscheren Optik geopfert.