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Landesbetrieb saniert Kreisel bei Essig

Schäden an der Fahrbahn : Landesbetrieb saniert Kreisel bei Essig

Bereits nach wenigen Jahren weist der Kreisel bei Swisttal-Essig deutliche Schäden auf. Die Sanierungsarbeiten werden große Auswirkungen haben.

Zweifellos einer der optisch am schönsten gestalteten Verkehrskreisel in der Region befindet sich am Ortseingang von Swisttal-Essig, im Bereich der Bundesstraße 56/Landesstraße 11. Nach wenigen Jahren muss dieser aber schon saniert werden. Obgleich der Kreisverkehrsplatz noch gar nicht so alt ist, haben sich an der Fahrbahn deutliche Schäden bemerkbar gemacht. Deshalb plant der Landesbetrieb Straßenbau in den nächsten Monaten eine Sanierung in sechs Bauabschnitten.

Darüber hat die Swisttaler Gemeindeverwaltung den Bau-, Vergabe- und Denkmalschutzausschuss in dessen jüngster Sitzung informiert. Einen genauen Zeitplan gebe es allerdings noch nicht. Den werde der Landesbetrieb nach Auswertung der Angebote, Beauftragung der ausführenden Firma und deren Termindisposition mitteilen.

Für die Sanierung geplant sind sechs Bauabschnitte mit halbseitigen Sperrungen, um die Verkehrsbeschränkungen so gering wie möglich zu halten. Die Bauabschnitte und Verkehrslenkungsmaßnahmen werden mit den beteiligten Behörden wie Polizei und Verkehrsbehörde sowie der für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständigen Regionalverkehr Köln (RVK) abgestimmt.

Umleitungen erforderlich

Unumgänglich ist den Ausführungen nach, dass die Zu- und Ausfahrten Richtung Essig und Odendorf vollständig abgebunden werden. Dies sei notwendig, um die Ampelphasen in der Hauptrichtung der B 56 (Euskirchen-Rheinbach) möglichst kurz zu halten.

In Fahrtrichtung Odendorf soll eine Umleitung über die L 210, K 19 und L 11 geführt werden. Der ÖPNV soll Odendorf über den Bendenweg anfahren und die vorgesehene Umleitung in Odendorf zum Wenden nutzen. Für Essig können Ersatzhaltestellen an der B 56 in der Höhe der Sternstraße eingerichtet werden. Angesichts des wahrscheinlich höheren Verkehrsaufkommens am Bendenweg während der Umleitungen hat die Verwaltung laut Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner dort eine Geschwindigkeitsreduzierung angeregt.

Schönster Kreisel in der Region

Der Vorsitzende des Bauausschusses, Manfred Lütz, empfahl den Ist-Zustand des gestalteten Kreiselzentrums zu dokumentieren, für den Fall, dass es wider Erwarten zu Schäden durch die Bauarbeiten kommen sollte. Schließlich ist dessen Gestaltung ein echter Hingucker. Das liegt daran, dass für die Gestaltung und Pflege seit 2015 die ehrenamtlich Engagierten des Bürgervereins Essig zuständig sind.

Anstelle eines bloßen Grashügels präsentiert sich der „Circulus acetate“, die lateinische Übersetzung für „Essiger Kreisel“, in mediterranem Stil als „Römerkreisel“. Damit knüpft der Bürgerverein an das römische Erbe der Gegend an. Denn ganz in der Nähe führte die historische Römerstraße vorbei. Daran angelehnt, ziert das Kreiselzentrum eine „Römerstraße“ mit entsprechender Pflasterung, Gräsern, Scheinzypressen, Buxbaum, Lavendel und vielen weiteren Blühpflanzen mehr.