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Bauprojekt: Neues Wohngebiet in Heimerzheim

Bauprojekt : Neues Wohngebiet in Heimerzheim

Insgesamt 60 Baugrundstücke für 200 neue Mitbewohner sind bereits geplant. Die Projektidee besteht seit 1995. Das Baugebiet umfasst 33 000 Quadratmeter.

„Schön, dass es jetzt losgeht“, sagte Swisttals Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner beim Spatenstich für das Neubaugebiet „Rücklage Euskirchener Straße“ in Heimerzheim am Freitag. Eine kleine Runde aus Planern, Baufirmen, Politik und Grundeigentümern hatte sich dazu eingefunden. Die Bürgermeisterin fügte eine längere Vorgeschichte in ihre Begrüßungsrede ein. Die Bebauung sei bereits 1995 im Gespräch gewesen, erinnerte sie sich. 2009 begann dann ein neuer Anlauf mit der jetzt beauftragten Projektentwicklungsfirma Gebig aus Köln.

Die Anbindung war aufwendig, so Kalkbrenner, musste doch dort zunächst noch ein Kreisverkehr rückgebaut werden. Die jetzige Zufahrt mit einem Linksabbieger an der K 61 werde der Situation „ausreichend gerecht“, stellte sie fest. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Gebiete „Kammerfeld“ und „An der Swist“ weitgehend bebaut wurden, freute sich Kalkbrenner besonders, dass an der Euskirchener 60 weitere Baugrundstücke entstanden. „Dank der guten Kooperation zwischen den Grundstückseigentümern und Gebig konnte im November 2016 ein städtebaulicher Vertrag unterzeichnet werden“, erläuterte Kalkbrenner.

4000 Quadratmeter Straßenverkehrsfläche

Nun beginnen die Erschließungsarbeiten. Schritt für Schritt werde ein Wohngebiet entstehen, „in dem viele Familien ein neues Zuhause finden werden“, ergänzte sie. Der nahe gelegene Kindergarten sei zwar bereits voll, doch habe man Vorsorge für eine zweite Etage getragen. Nach Angaben der Gemeinde umfasst das Baugebiet 33 000 Quadratmeter. 26 000 davon sind Nettobauland, etwa 4000 Quadratmeter Straßenverkehrs- und öffentliche Grünfläche.

Die 60 Baugrundstücke sind für frei stehende Einzelhäuser zwischen 400 bis 700 Quadratmeter groß, für Doppelhäuser rund 300 Quadratmeter. Insgesamt sind 30 Grundeigentümer beteiligt. Die Gemeinde beziffert die Gesamterschließungskosten auf rund 1,6 Millionen Euro. Felix Weber von der Firma Gebig hat auf dem ersten Ordner zu dem Projekt das Datum 2008 notiert. „Viele dicke Bretter wurden gebohrt“, sagt er. Nach dem Linksabbiegerbau wurden bereits 6000 Quadratmeter Erde für ein Regenversickerungsbecken weggeschaufelt.

60 Häuser mit etwa drei Bewohner

Von der Hauptstraße gehen vier Stichwege ab. 1,5 Kilometer Kanal einschließlich Hausanschlüssen werden verlegt sowie das dreifache an Versorgungsleitungen für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation. Dann wird eine Baustraße befestigt, und in sechs Monaten folgt die Hochbauphase. In den folgenden zwei Jahren werden die meisten Grundstücke bebaut, bevor die Gehwege gepflastert werden. Die technische Betreuung liegt bei der Rheinbacher Firma Fischer Consult, für den Tiefbau wurde die Firma Gasper aus Wesseling gewonnen.

Weber bedankte sich für die „gute Zusammenarbeit“. In 60 Häusern mit etwa drei Bewohnern durchschnittlich kämen für die Gemeinde viele Steuerzahler hinzu, sagte er. Dass die A 61 unweit vorbeiführt, fand Weber auf Nachfrage „eher zweitrangig“. Dafür hob er die gute Lage hervor, in 25 Minuten sei man in Köln. Margitta und Volker Kollenberg haben dort Grundstücke verkauft. Sie wohne seit 41 Jahren in der Gartenstraße, da habe sie diese irgendwann nicht mehr gehört.