Erstklässler im Rhein-Sieg-Kreis Nicht alle Kinder werden auf Schultauglichkeit untersucht

Rhein-Sieg-Kreis · Die Pandemie nannte das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises im vergangenen Jahr als Grund dafür, dass nur ein Drittel der Kinder auf ihre Schultauglichkeit untersucht wurde. Aber auch in diesem Jahr werden nicht alle angehenden Erstklässler untersucht.

 Bald geht es in die Schule: Ob Kinder die nötigen Fähigkeiten dafür mitbringen, soll ein Amtsarzt vor Schulstart bei der Schuleingangsuntersuchung einschätzen.

Bald geht es in die Schule: Ob Kinder die nötigen Fähigkeiten dafür mitbringen, soll ein Amtsarzt vor Schulstart bei der Schuleingangsuntersuchung einschätzen.

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Sieht und hört das Kind gut, wie führt es einen Stift beim Malen, kann es schon zählen und über eine Linie hin- und herhüpfen? Das sind Fähigkeiten, die bei der sogenannten Schuleingangsuntersuchung eine Rolle spielen. Dabei schätzt ein Arzt oder eine Ärztin des Gesundheitsamts vor der Einschulung ein, ob ein Kind den Anforderungen des Schulbesuchs gewachsen ist oder eventuell Förderbedarf benötigt. Während der Corona-Pandemie entfiel diese Vorsorge jedoch für viele Kinder. 2023 untersuchte das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises vor Schulstart nur rund ein Drittel der Kinder: Für 4000 von 6181 Erstklässlern gab es laut Kreis keine Untersuchung. Und auch in diesem Jahr werden voraussichtlich erneut nicht alle angehenden Erstklässler berücksichtigt, wie eine Nachfrage des GA ergeben hat.