Raub in Swisttal-Heimerzheim Täter nach Überfall auf Tankstelle weiter auf der Flucht

Swisttal-Heimerzheim · Die Polizei fahndet weiter nach dem Mann, der am Sonntagmorgen die Shell-Tankstelle in Swisttal-Heimerzheim überfallen hat. Die Polizei bittet nun mit einer Beschreibung des Täters um Hinweise.

Shell-Tankstelle in Heimerzheim: Täter nach Überfall weiter auf der Flucht
Foto: Hans-Peter Fuss

Der Täter ist noch auf freiem Fuß. Die Bonner Polizei fahndet weiter nach dem Unbekannten, der am Sonntag gegen 7.45 Uhr die Shell-Tankstelle an der Ecke Vorgebirgsstraße/L182 überfallen hat.

Den Tathergang schildert die Polizei so: Gegen 7.45 Uhr betrat der Mann, dessen Gesicht durch einen dunklen Schal und eine Sonnenbrille verdeckt war, den Kassenraum der Tankstelle. Er bedrohte die Kassiererin mit einer Pistole und forderte Bargeld. Er verstaute die Beute in einer Klarsichttüte, verließ den Kassenraum und lief in Richtung L 182/Euskirchen davon. Ob er dort in ein Auto stieg oder ein Mittäter auf ihn wartete, darüber liegen der Polizei derzeit keine Erkenntnisse vor. Über die Höhe der Geldsumme, die der Mann erbeutete, macht die Polizei keine Angaben.

Genaue Täterbeschreibung

Eine sofort eingeleitete polizeiliche Fahndung verlief bislang ergebnislos. Daher bitten die Ermittler des Kriminalkommissariats 13 um Hinweise zu dem Tatverdächtigen, der von Zeugen wie folgt beschrieben wurde: Etwa 1,70 bis 1,75 m groß, etwa 20 bis 25 Jahre alt, sportlich-schlanke Statur. Er trug ein blaues Basecap mit großem Adidas-Zeichen, einen schwarzen Schal oder Tuch, eine dunkle Sonnenbrille, einen hellgrauen Pullover mit hellem Emblem auf der linken Brust, eine dunkle Stoffjogginghose mit hellem Emblem am linken Oberschenkel, schwarze Schuhe (eventuell von der Marke Nike) und schwarze, grob aussehende Handschuhe. Der Täter sprach akzentfreies Deutsch.

Die Beamten des Kriminalkommissariats 13 haben die Ermittlungen aufgenommen und prüfen dabei auch Zusammenhänge zu Fällen, deren Vorgehensweise dem geschilderten Geschehen ähnlich erscheint. Wem der Tatverdächtige zur Tatzeit in Tatortnähe aufgefallen ist oder wer Angaben zu seiner Identität machen kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 0228/150 oder per Mail an KK13.Bonn@polizei.nrw.de bei den Beamten zu melden.

Zahl der Überfälle auf Tankstellen sinkt

Jürgen Ziegner ist Geschäftsführer des in Bonn ansässigen Zentralverbands des Tankstellengewerbes, dem bundesweit etwa 5000 Tankstellenbetreiber angeschlossen sind. Er sagt, die gefühlte Häufung der Zahl der Überfälle in jüngster Zeit in der Bonner Region spiegle keinen Trend wider. Im Gegenteil: Die Zahl der Überfälle auf Tankstellen sinke bundesweit seit Jahren. Dies hänge damit zusammen, dass die Kassen der Tankstellen regelmäßig „abgeschöpft“ würden, wenn sich größere Bargeldbeträge angesammelt hätten. Das heißt: Das Geld wird in einbruchsicheren Tresoren deponiert.

Außerdem, so Ziegner weiter, würden immer weniger Kunden bar zahlen. So sei in den Kassen immer weniger Bargeld vorhanden. Offenbar habe sich das auch unter den Kriminellen herumgesprochen, denn die Zahl der Überfälle auf Tankstellen ist nach Angaben Ziegners bundesweit im Jahr 2020 auf 579 gegenüber im Langzeitvergleich ohnehin schon niedrigen 587 im Jahr 2019 gesunken.

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