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Dämmen, Solarenergie und E-Mobilität: So hat sich der Klimaschutz in der Region entwickelt

Dämmen, Solarenergie und E-Mobilität : So hat sich der Klimaschutz in der Region entwickelt

2006 startete die Projektgruppe „Energie und Klima“ im Linksrheinischen unter der Leitung von Hermann Schlagheck aus Swisttal. Zeit für einen Rückblick: Was hat sich in 14 Jahren getan?

Die regionale Projektgruppe „Energie und Klima“ hat sich nach 14 Jahren aufgelöst. Leiter Professor Hermann Schlagheck und seine Mitstreiter wollen sich auf das Klimapatennetzwerk konzentrieren, das in den linksrheinischen Kommunen seit 2010 existiert. „Es ist eine Ansammlung von Menschen, die aktiv Klimaschutz betreiben. Der eine fährt E-Fahrrad, der andere installiert eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach“, erzählt Schlagheck. Das Netzwerk besteht aktuell aus 135 Mitgliedern, die privat oder im Unternehmen etwas für den Klimaschutz tun und ihre Erfahrungen teilen. Zum Ende der Projektgruppe zieht Schlagheck eine Bilanz. Was hat sich in 14 Jahren getan?

„Es war damals schwieriger auf die Notwendigkeit von Klimaschutz aufmerksam zu machen oder zu erklären, was erneuerbare Energien sind“, sagt Schlagheck. Nachdem er 2006 aus dem Landwirtschaftsministerium ausgeschieden war, fragten ihn die Bürgermeister der Region, ob er den Aufgabenschwerpunkt „Erneuerbare Energien“ des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) übernehmen könnte. Daraus entstand die ILEK-Gruppe „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“.

Schlagheck und rund 15 andere sachkundige Menschen aus der Region entwickelten Klimaschutzkonzepte, organisierten die Energieberatung in den Rathäusern und jährliche Klimatage. Die Projektgruppe erstellte für die Kommunen Papiere wie den Leitfaden zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung 2020.

Bürger für Klimaschutz motivieren

Heute sieht Schlagheck die Herausforderung mehr darin, die Bürger für den Klimaschutz zu motivieren. Es sei wichtig, „nicht nur auf die Regierungen zu schauen, sondern auch seinen eigenen Teil dazubeizutragen.“ Damit meint der Swisttaler Erneuerbare Energien zu nutzen oder bei der Dämmung des Hauses auf Energieeffizienz zu achten.

Zum zehnjährigen Bestehen des Klimapatennetzwerks wollen Schlagheck und seine Mitstreiter den Fokus auf diese Initiative legen und den „Rückenwind nutzen“, um das Netzwerk zu erweitern und mehr mit neuen Klimaschutz-Gruppen der Region wie Fridays for Future zusammenzuarbeiten. Laut Schlagheck gibt es heute neue Herausforderungen, zum Beispiel ende nach 20 Jahren die staatliche Förderung der Stromeinspeisung bei Photovoltaik-Anlagen.

Gemeinsam will man im Netzwerk Antworten auf aktuelle Fragen finden: Wie kann man den selbst erzeugten Strom (noch) besser im eigenen Betrieb/Haushalt verwenden? Wie kann man energieeffizient und klimaneutral heizen? Jede/jeder im Netzwerk soll ihre/seine Wünsche und Erfahrungen einbringen – und von den Erfahrungen anderer profitieren.

Hermann Schlagheck nimmt gerne Anregungen zu mehr Energieeinsparung und Klimaschutz entgegen: H.Schlagheck@gmx.de oder a-madea@t-online.de. Mehr Infos unter www.klima-rv.de.