Sport in Swisttal : Sportplatz in Swisttal-Odendorf könnte verlegt werden

Was tun mit der durch das Hochwasser zerstörten Sportanlage in Swisttal-Odendorf? Diese Frage soll der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung beraten. Den Sportlern könnte ein Neubau blühen. Ein Grundstück steht schon bereit.

Die Flutkatastrophe vom 14./15. Juli hat in Odendorf auch die Sportstätten zerstört: der Sportplatz des TuS Odendorf am Ohrbach, das Sportlerheim ebenso wie die auf der anderen Seite des Baches gelegene Anlage der Sportschützen und die Plätze und Aufbauten des Tennisclubs. Auch Turnhalle und Gymnastikhalle standen unter Wasser und müssen laut Gemeinde abgerissen werden . Angesichts der Lage der Sportstätten am Orbach und der Wahrscheinlichkeit von Starkregen- und Hochwasserereignissen in der Zukunft, stellt sich die Frage, ob ein Wiederaufbau an gleicher Stelle überhaupt Sinn macht.

Was gegen einen Wiederaufbau der Sportanlage spricht

Der Erftverband habe verschiedene Gründe angeführt, die aus wasserwirtschaftlicher Sicht gegen einen Wiederaufbau an gleicher Stelle sprechen, wie die Verwaltung in der Vorlage zur Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses am Donnerstag, 25. November ausführt. Der Ausschuss wird dann über die Thematik beraten. Die Verwaltung legt dazu einen Vorschlag für einen Alternativstandort in der Nähe des bisherigen Geländes, jedoch außerhalb des durch Orbach-Hochwasser gefährdeten Bereichs vor. Demnach waren der Gemeinde über ein Maklerbüro mehrere Ackerflächen mit einer Gesamtgröße von 6,5490 Hektar zum Kauf angeboten worden, darunter auch eine rund 4,9 Hektar große Fläche direkt oberhalb des Orbachs im südlichen Bereich von Odendorf, angrenzend an die Grenze zum Kreis Euskirchen Richtung Palmersheim.

„Diese als auch die anderen Flächen eignen sich besonders als erforderliche Fläche außerhalb von Hochwasser gefährdeten Bereichen, für eventuelle Umsiedlungen, als Tauschflächen sowie als Ersatz- und Ausgleichsflächen“, heißt es dazu in der Sitzungsvorlage. Nach dem entsprechenden Ratsbeschluss zum Kauf dieser Flächen sei inzwischen die notarielle Beurkundung erfolgt, so dass sie für die weitere Planung zur Verfügung stehen.

Wo die neue Sportanlage hinkommen soll

Durch das Büro C & E Consulting und Engineering GmbH aus Chemnitz, das mit dem Planungsbüro Schumacher GmbH aus Wiehl mit der Koordinierung und dem Projektmanagement Wiederaufbau beauftragt ist, wird zurzeit eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die zeigen soll, ob alle drei Nutzungen Sportplatz, Schützenhaus mit Bogenschießanlage, Tennisanlage sowie entsprechende Stellplätze auf dem rund 4,9 Hektar großen Grundstück an der L11 Richtung Palmersheim neu aufgebaut werden können.

Ein Vertreter des Fachbüros wird in Sitzung erste Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie vorstellen. Die bisherigen Flächen der Sportstätten könnten als natürliche Rückhalteflächen ausgebaut werden und als wesentlicher Baustein zur Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Ortschaft Odendorf beitragen und darüber hinaus auch der Naherholung dienen. Vor der Sitzung sollen Gemeindesportverband und Vertreter der betroffenen Vereine informiert werden. Darüber hinaus wird auch die Verlagerung der Schulturnhalle an einen anderen Standort in Odendorf geprüft.