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Straßenschilder in Swisttal-Odendorf: Eine Kolumne des GA

So gesehen : Ein Schild zu viel

Verkehrsschilder sind eine hilfreiche Sache im Straßenverkehr. Es sei denn, sie sorgen für Irritationen. Ein Beispiel aus Swisttal-Odendorf.

Es ist gar nicht so einfach, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden. Eine große Hilfe sind Verkehrsschilder. Sie weisen unter anderem aus, wo geparkt werden kann, wie schnell gefahren werden darf und welche Richtung zum Ziel führt. So einfach ist es aber nicht überall.

Beispiel Swisttal-Odendorf: Wer am Übergang von der Essiger Straße zur Flamersheimer Straße nach rechts in den Bendenweg abbiegen will, den belehrt ein blaues Schild mit weißen Pfeilen, dass nur die Fahrt geradeaus sowie das Abbiegen nach links in die Odinstraße möglich ist. So weit, so sinnvoll: Schließlich ist der Bendenweg bis zur Südstraße während der Herbstferien gesperrt, damit die abgesackte Fahrbahn repariert werden kann.

Ein Schildbürgerstreich?

Die Autofahrer wissen also Bescheid, könnten allerdings durch das gelbe Schild irritiert werden, das keine zwei Meter vor dem blauen steht. Das gelbe Schild fordert nämlich geradezu auf, in den Bendenweg abzubiegen. Warum? Aufgrund von Bauarbeiten im Bahnhofsbereich sei die Straße als Umleitungsstrecke ausgewiesen worden, erläutert Swisttals Gemeindesprecher Bernd Kreuer.

Dumm nur, dass diese Umleitung unmittelbar vor Absperrgittern aus Plastik endet. An diesen Absperrgittern weist dann ein weiteres gelbes Schild auf eine andere Umleitung hin – wenn es eigentlich schon zu spät ist. Feuerwehr und Müllabfuhr sind laut Kreuer übrigens über die Sperrung des Bendenwegs informiert.

Bevor an dieser Stelle nun von einem Schildbürgerstreich gesprochen wird, sei lieber daran erinnert, dass auch im Schilderwald manchmal weniger mehr ist.