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Swisttal: Deshalb stand das Wasser in den Straßen von Heimerzheim

Starkregen in Swisttal : Deshalb stand das Wasser in den Straßen von Heimerzheim

Am Dienstag stand erneut das Wasser in manchen Straßen von Swisttal-Heimerzheim. Die Gemeinde hat die Ursache mittlerweile gefunden und arbeitet daran, dass sich das Szenario nicht noch ein drittes Mal wiederholt.

Als am Dienstag nach heftigen Regengüssen erneut das Wasser in den Straßen von Heimerzheim stand, war die Angst der Bewohner vor einer erneuten Überschwemmung groß. Dank des schnellen Einsatzes der Gemeinde wiederholten sich die Ereignisse vom 14./15. Juli aber nicht in ihrer Intensität. Die Gemeinde hat den Vorfall aufgearbeitet und die Ursache für den Rückstau gefunden.

Zunächst war am Dienstag an der Bachstraße Wasser aus dem Kanal getreten. In der Folge liefen die Kanäle auch in den Straßen über, die rechts von der Swist in die Bachstraße münden: Schützenstraße, Blütenweg, Bornheimer Straße und Vorgebirgsstraße. Mitarbeiter des Tiefbauamts und des Baubetriebshofs seien laut der Gemeinde unverzüglich vor Ort gewesen.

Wie Pressesprecher Bernd Kreuer berichtet, verfolgten sie die Überlastung in der Bachstraße zurück. Den Anfangspunkt fanden die Mitarbeiter am Erftverband-Pumpwerk nahe des Feuerwehrgerätehauses an der Schützenstraße, genauer gesagt an einem Schacht, der dort in die Kanalisation einspeist. „Die Pumpleistung wurde durch Mitarbeiter des Erftverbands umgehend reduziert“, sagt Kreuer.

Viele Gullys waren verstopft

Bei der weiteren Überprüfung hätten die Mitarbeiter festgestellt, dass an vielen Stellen Regen nicht in den Kanal gelangen konnte, weil die Straßenabläufe (Gullys) verstopft waren. „Dies war im unteren Bereich der Vorgebirgsstraße und Teilstrecken der Kölner Straße der Fall, aber auch anderenorts im Ortsgebiet“, beschreibt Kreuer. Die Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr und des Baubetriebshof öffneten diese, sodass das Wasser schnell über die Kanäle abfließen konnte.

Der Gemeindesprecher versichert, dass die Straßenabläufe und Kanäle in den Flutgebieten „mit allen zur Verfügung stehenden Kapazitäten überprüft und Ablagerungen beziehungsweise Verstopfungen beseitigt“ würden. Manche Gullys mussten bereits mehrfach gereinigt werden. Die Gemeinde bittet deswegen, keinen Schlamm und Bauschutt mehr an der Straße zu lagern. „Zurzeit wird mit den Swisttaler Entsorgungsunternehmen daran gearbeitet, hierfür Container zur Verfügung zu stellen“, stellt Kreuer in Aussicht. Kostenpflichtig können Betroffene Müll bei der Firma Hündgen, Peterstraße 70 in Ollheim, und bei der RSAG, Lützermiel 1 in Miel, entsorgen.